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Tabak und Alkohol auf dem „Traumschiff“ - aber kein Sex und keine Gewalt
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Tabak und Alkohol auf dem „Traumschiff“ - aber kein Sex und keine Gewalt
Tabak und Alkohol auf dem „Traumschiff“ - aber kein Sex und keine Gewalt
Osnabrück. Man nehme ein Schiff, exotische Orte, eine lustige, eine dramatische und eine romantische Geschichte, verzichte auf Sex und Gewalt und garniere alles mit prominenten Gesichtern. Schon ist eine Folge des ZDF-Dauerbrenners „Traumschiff“ fertig. Dass sich an diesem Rezept seit 30 Jahren nicht viel geändert hat, stört weder Macher noch Zuschauer.
Die Reihe lockt nach wie vor viele vor den Fernseher – und auch vor die Kamera: Hape Kerkeling, Til Schweiger und Otto gaben sich in der Folge „New York“ gerade die Kabinenklinke in die Hand. Und wenn schon TV-Zyniker Harald Schmidt immer wieder als Oskar Schifferle auf dem Schiff in Erscheinung tritt, ist das „Traumschiff“ anscheinend über jeden Spott erhaben.
Was seit 30 Jahren die Fernweh-Träume der ZDF-Zuschauer befriedigt, kann nun auch in geballter Form genossen werden: Passend zu Weihnachten kommt die „Jubiläumsedition: 30 Jahre Das Traumschiff“ heraus. Zwar wird ein Jubiläum nur alle 25 Jahre gefeiert, aber egal. Zu sehen sind in der DVD-Box fünf Folgen aus den vergangenen Jahrzehnten.
Angefangen hat alles 1981, die Idee hatte sich Fernsehproduzent Wolfgang Rademann ein wenig bei der US-Serie „Love Boat“ abgeschaut. Damals waren die Folgen noch 60 Minuten kurz – und auch die bekannte „Traumschiff-Melodie“ von James Last gab es noch nicht. Er schrieb sie erst Anfang der 90er-Jahre. Schade ist deshalb, dass bei der Box-Auswahl auf die allererste Folge verzichtet wurde.
So stammt die älteste Folge der Box, „New Orleans“, aus dem Jahr 1990. Damals waren noch Sascha Hehn als 1. Offizier Stefan und Heinz Weiss als Kapitän Heinz Hansen mit von Partie. Udo Jürgens sang das Abspannlied. Die weiteren Folgen spielen in den Jahren 1997, 2008, 2009 und sind gespickt mit bekannten Gesichtern: Thomas Gottschalk, Joachim Fuchsberger, Evelyn Hamann. Natürlich fehlt auch das Treffen aller Stars in der vor ein paar Wochen gesendeten Folge „New York“ nicht. Und wenn das Schema auch immer gleich bleibt, ist es doch nett, anhand der Episoden genau zu sehen, welcher Fernsehstar wann besonders populär war.
Besonders hübsch ist das Bonusmaterial mit der wunderbaren Doku „Happy Birthday Traumschiff“: Vor allem die Ausschnitte aus der ersten Staffel amüsieren – mit den modischen Verfehlungen der 80er-Jahre und heute so undenkbaren Sätzen wie „Wein ist doch kein Alkohol“. Überhaupt wurde damals so viel auf dem Schiff geraucht, dass man beim Zuschauen noch Hustenreiz bekommt. Vielleicht wurde deshalb auf die ganz alten Folgen verzichtet – ist Produzent Rademann doch stolz darauf, eine Serie geschaffen zu haben, die sich vom Enkel bis zur Oma alle unbeschadet angucken können.
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25.02.2011
