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Tippspiel
„Konferenz der Tiere“Das Wasser ist weg! Und nun?
Osnabrück. Alles ist trocken, viel zu trocken. Die Tiere im Okawango-Delta in Namibia, allen voran das verspielte Erdhörnchen Billy, sind in „Konferenz der Tiere“ zutiefst beunruhigt. Längst hätte das Wasser, das zur Regenzeit von den Bergen kommt, da sein müssen. So ziehen Billy und der vegetarische Löwe los, das Wasser zu finden. Dabei treffen sie auf einen gallischen Hahn, ein betagtes Schildkrötenpaar und andere Tiere, die wegen Gefahren in ihrer Umwelt das angestammte Zuhause verlassen mussten. Und natürlich, so die zentrale Botschaft, ist der Mensch schuld an den Dramen.
Und genau da liegt das Problem bei Deutschlands erstem 3-D-Animationsfilm. Lose auf Erich Kästners Literaturklassiker „Die Konferenz der Tiere“ (1949) basierend, bedient sich diese Produktion eines unangemessen penetranten Zeigefingers, der in seiner moralinsauren Konsistenz seinesgleichen sucht. Witzig jedoch ist der Einfall, den finsteren Großwildjäger mit dem Namen „Hunter“ zu bedenken. Denn dieser ähnelt deutlich Clint Eastwood, der in „White Hunter Black Heart“ genau jenen Typus des herzlosen weißen Jägers verkörperte. Das aber vermag kaum die Absicht zu verschleiern, kleine Kinder für die wahrlich wichtigen Ökothemen – man möchte sagen: zu indoktrinieren.
„Konferenz der Tiere“. D 2009. R: Reinhard Klooss, Holger Tappe. Stimmen: Ralf Schmitz, Bastian Pastewka 93 Minuten. Ohne Altersbeschränkung. Cinema-Arthouse, Cinestar, Filmpassage.de
„Konferenz der Tiere“. D 2009. R: Reinhard Klooss, Holger Tappe. Stimmen: Ralf Schmitz, Bastian Pastewka 93 Minuten. Ohne Altersbeschränkung. Cinema-Arthouse, Cinestar, Filmpassage.de
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