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Schon gesehen: Tatort: Ordnung im Lot
js Osnabrück. Aller Anfang ist sonderbar. Ein Hund wittert aus großer Entfernung den tödlichen Schuss auf sein Herrchen, wenig später sieht man den Mann mit einem Einschuss in der Stirn in seiner Tankstelle liegen. Vor ihm steht eine verwirrte Frau mit einer Pistole in der Hand. Der Jugendliche Max, der gerade noch den Hund ausgeführt hatte, drückt dem Toten die Augen zu und schickt seine Mutter heim: „Geh nach Hause, Mama. Geh einfach.“
Nach zwei Minuten hat dieser „Tatort“ seinen Zuschauern mehr Rätsel aufgegeben als manch anderer am gesamten Abend. Schnell ahnen die Kommissarin und das Fernsehpublikum, dass Max und seine psychisch kranke Mutter der Schlüssel zur Lösung des Falls sind. Doch der Weg dahin gestaltet sich zäh. Die Darstellung der paranoiden Schizophrenie scheint über lange Zeit wichtiger als das übliche Anliegen eines Krimis, nämlich Spannung zu erzeugen. So wirr, wie die Frau redet, kommt auch dieser „Tatort“ rüber.
Gelegentlich blitzen Stärken auf, meist dann, wenn die sonst recht ratlosen Kommissare Lürsen (Inga Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen) über Gespräche statt Verhöre zum Ziel zu kommen versuchen. Richtig gut wird’s aber nie.
Wertung: 3 von 6 Sternen
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