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Rückendeckung für „Gottschalk Live“
dpa Erfurt. Vorabendtalker Thomas Gottschalk bekommt trotz seiner bisher nur mäßigen Quoten weiter Rückendeckung von der ARD.
„Wenn man was Neues ausprobieren will, muss man einen langen Atem haben, und den haben wir“, sagte die ARD-Vorsitzende und WDR-Intendantin Monika Piel am Dienstag nach dem Treffen der ARD-Intendanten in Erfurt. Piel zeigte sich zugleich verwundert über die öffentliche Diskussion um die Quote der Show „Gottschalk Live“, die seit zwei Wochen auf Sendung ist. „Eine Quotendiskussion gibt es nicht bei der ARD“, stellte sie klar.
Es gebe eine inhaltliche Debatte. Und Gottschalk sei in den letzten Sendungen sehr nah an der Form gewesen, die man sich vorgestellt habe, sagte die ARD-Vorsitzende. Wenn 144 Sendungen vereinbart seien, sei es zudem ziemlich „absurd“, nach den ersten Sendungen über deren Absetzung zu reden. Gelassen gab sich auch der Programmdirektor des „Ersten“, Volker Herres. Es sei immer ein Wagnis, etwas Neues auszuprobieren. „Dass man daran arbeiten muss, ist ganz normal.“ Nach einem starken Beginn mit mehr als 4,3 Millionen Zuschauern am 23. Januar ging der Marktanteil für die ARD-Vorabendshow von Entertainer Thomas Gottschalk rapide in den Keller.
Klarheit herrscht inzwischen bei einer anderen Personalie: Die ARD-Filmtochter Degeto und ihr suspendierter Geschäftsführer Hans-Wolfgang Jurgan (61) trennen sich einvernehmlich. Jurgan war im November 2011 wegen „gravierender organisatorischer Mängel“ abberufen worden, wie die Degeto damals mitgeteilt hatte. Eine Untersuchung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG habe allerdings keine Hinweise auf strafrechtlich relevante Handlungen ergeben. Der Degeto sei kein finanzieller Schaden entstanden, sagte Piel. Die kaufmännischen Mängel seien zum Großteil schon behoben worden.
Mit dem Stabwechsel bei der Vertretung der „Tagesthemen“-Moderatoren kündigte die ARD weiterhin ein neues Gesicht an: „Nachtmagazin“-Moderator Ingo Zamperoni wird künftig bei den „Tagesthemen“ einspringen, wenn Caren Miosga und Tom Buhrow gleichzeitig verhindert sind. Er übernimmt diese Aufgabe von Susanne Holst, die aus familiären Gründen darum gebeten habe, von ihren Zusatzaufgaben bei den Tagesthemen entbunden zu werden.
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