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Schon gesehen: Mord in Ludwigslust
cob Osnabrück. Lulu. Wenn eine Frau so heißt, kommt meistens wenig Gutes für ihre Umwelt heraus. Man nehme nur Frank Wedekinds Dramen um seine Lulu, die erst die sie liebenden Männer und Frauen ins Unglück stürzt und dann auch selbst mit dem Leben bezahlt. Nicht weniger Unheil bringend agiert Lulu Schuster (Lea Morner), die nach vollzogenem Geschlechtsakt mit einem ihrer Geliebten auf dem Heimweg nach Ludwigslust ermordet wird.
Als Verdächtige kommen der gehörnte Ehemann, ein Serientäter oder eben der Geliebte Mark Condor (Mark Waschke) infrage, der dummerweise als LKA-Mitarbeiter auch noch mit der Aufklärung des Falls beauftragt wird. Dazu gesellt sich noch die LKA-Analytikerin Sophie Eichstädt (Anja Kling), die mit Condor eine Affäre hatte, an der fast ihre Ehe zerbrach. Weitere Rollen spielen ein russischer Oligarch, ein frustrierter Polizist, Lulus Schwägerin und die deutsch-deutsche Vergangenheit .
Das klingt üppig, ist aber so vortrefflich komponiert und besetzt, dass der Krimi den Sprung zum Zeitgeiststück und wieder zurück schafft. Auch die tolle Bildästhetik und der morbide Charme des barocken Lustgartens der ostdeutschen Kleinstadt sorgen für einen gelungenen Film.
Wertung: 5 von 6 Sternen
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21.05.2011
