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Schon gesehen: Stralsund: Blutige Fährte
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Schon gesehen: Stralsund: Blutige Fährte
Schon gesehen: Stralsund: Blutige Fährte
went Osnabrück. Ja, es gibt eine Leiche am Anfang. Und ja, das Privatleben der Ermittler wird miterzählt. Dann aber hören die Gemeinsamkeiten des dritten „Stralsund“ mit dem deutschen Durchschnittskrimi auch schon auf.
Wie beim ZDF-Dauerbrenner „Nachtschicht“ ist es nicht das Mitraten, das die Spannung ausmacht, sondern der Wettlauf gegen die Zeit. Dabei schaut man Katharina Wackernagel und Kollegen gerne zu. Denn diese Fernsehbullen sind sich nicht zu schade, im Müll des Ermordeten zu wühlen, müssen abklärende Telefonate führen, bevor sie in eine Wohnung einbrechen oder einfach mal schlafen.
Selbst der mittlerweile obligatorische Computercrack darf etwas Sinnvolles tun und sogar einen Charakter entwickeln. Weder gibt es nervtötende Dienstwagenfahrten noch einschläferndes Abfragen von Alibis. Und die stimmungsvollen Impressionen Stralsunder Architektur machen bewusst, wie sehr Berlins Wahrzeichen durch ihren Dauereinsatz im Krimi totgedreht sind.
Einzig der Schluss wirkt etwas zu gewollt, aber im Detail ist auch hier alles spannend und stimmig. „Stralsund“ hat das Zeug, neben „Nachtschicht“ zum nächsten Krimiknaller aus dem Hause Network Movie zu werden.
Wertung: 5 von 6 Sternen
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