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Sehenswerter Tatort am Sonntagabend: „Schmuggler“
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Sehenswerter Tatort am Sonntagabend: „Schmuggler“
Sehenswerter Tatort am Sonntagabend: „Schmuggler“
js Osnabrück. Verschiedenste Bevölkerungs- und Berufsgruppen protestieren gerne mal gegen den „Tatort“, weil sie sich von ihm verunglimpft fühlen. Erstaunlich lange stillgehalten haben jedoch die Sekretärinnen, obwohl gerade die Krimis aus dem Südwesten dem Ansehen ihres Berufsstands schweren Schaden zufügen.
War bislang Frau Keller im Ludwigshafener Odenthal-„Tatort“ der Gipfel des Grauens, so sorgt nun eine unterbelichtete Urlaubsvertretung am Bodensee für die Steigerung. Und das nicht nur, weil sie sich quälend lang mit der Neusortierung von Aktenordnern beschäftigt.
Aber auch Angehörige weiterer Berufsgruppen könnten sich zum Protest bemüßigt fühlen: Deutsche Zöllner (korrupt), Schweizer Banker (zwielichtig) und „unsymbadische“ Politiker (korrupt und zwielichtig) kommen in dem Fall um einen ermordeten Zollbeamten nicht gerade zu Ruhm und Ehre. Einzig der Zollhund „Money“ (kann Geld riechen) und die Kommissare hinterlassen einen durchgehend angenehmen Eindruck: Klara Blum (Eva Mattes) war noch nie so entspannt wie heute, und Assistent Perlemann (Sebastian Bezzel) ist erkennbar gut im Futter. Nach dem packenden Thriller der Vorwoche bieten sie ein durchaus sehenswertes Gegenstück.
Wertung: 4 von 6 Sternen
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