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Schon gesehen: Tatort: Das Dorf
js Osnabrück. Wenn es in „Tatort“ oder „Polizeiruf“ neue Kommissare gibt, strahlt die ARD in der Regel deren ersten beiden Fälle kurz nacheinander aus, um das Publikum an die Neuen zu gewöhnen.
Nicht so bei Ulrich Tukur, der sich zwar zur Rolle des hessischen LKA-Ermittlers Felix Murot überreden ließ, von Anfang an aber Wert darauf legte, nur einen „Tatort“ pro Jahr zu drehen – und nun als fast schon vergessener Kommissar seinen zweiten Auftritt abliefert. Bereits der Vorspann in der Machart alter Durbridge-Klassiker lässt deutlich werden, dass es sich auch diesmal um einen ziemlich außergewöhnlichen Krimi handelt. Es geht um einen offenbar wiederauferstandenen Selbstmörder, einen schwerreichen Dorfpatriarchen im Taunus, eine mysteriöse Ärztin und sonderbare Halluzinationen, die von Murots Hirntumor hervorgerufen werden. Doch im Vergleich zu Tukurs brillantem „Tatort“-Debüt 2010 fällt „Das Dorf“ deutlich ab. Der nur mäßig spannende Krimi ist überstilisiert in seiner Bildsprache, zu verliebt in seinen Hauptdarsteller, zu kokett in seinen logischen Brüchen und psychedelischen Spielchen. Er gefällt sich in Absurditäten und kann trotz vieler namhafter Darsteller nur selten überzeugen. „Tatort“ geht anders.
Wertung: 2 von 6 Sternen
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15.04.2012
