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Nur drei von sechs Punkte: Der München-Tatort verkommt mitunter zum volkshochschulischen Aufklärungsstreifen
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Nur drei von sechs Punkte: Der München-Tatort verkommt mitunter zum volkshochschulischen Aufklärungsstreifen
Nur drei von sechs Punkte: Der München-Tatort verkommt mitunter zum volkshochschulischen Aufklärungsstreifen
js Osnabrück. Der Münchner „Tatort“ müht sich gern mal, gesellschaftlich relevante Themen zu behandeln, die man auch in der nachfolgenden Talkshow diskutieren könnte. Diesmal stellt er die Frage, wie eigentlich, über 65 Jahre nach dem Holocaust, Juden in Deutschland leben. „Ein ganz normaler Fall“ ist also alles andere als das, was der Titel uns sagt.
Ein Jude als Opfer und eine Synagoge als Tatort im „Tatort“ sind tatsächlich außergewöhnliche Zutaten. Der Aufbau des Films hingegen ist ausgesprochen konventionell: Mord, Ermittlungen, Vernehmungen, Verfolgungsjagden. Bisweilen kommt er mit seinen Erklärpassagen daher wie ein volkshochschulischer Aufklärungsstreifen, hat aber auch seine starken und ein paar humorvolle Passagen. Da macht sich positiv bemerkbar, dass Drehbuchautor Daniel Wolf ein in München geborener Jude ist, der dem Kommissar Leitmayr einen überaus passenden Satz in den Mund legt: „Geht es auch mit ein bisschen weniger Weihrauch?“
Ähnlich trifft eine Feststellung des Kollegen Batic ins Schwarze: „Es ist wirklich ziemlich blöd.“ Damit meint er die Wahl des Münchner Polizisten des Jahres und die daraus entstehenden Eifersüchteleien. Verzichtbares Beiwerk.
Wertung: 3 von 6 Sternen
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