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Schon gesehen: Alarm am Hauptbahnhof
went Osnabrück. Stuttgart 21 ist längst mehr als ein Bauprojekt, es ist zum Symbol geworden. Für eine neue Protestkultur, den grünen Wechsel, die Feuerprobe für die Demokratie. Da ist es nur konsequent, dass Wiltrud Baier und Sigrun Köhler in ihrem Film hauptsächlich die Bürger zu Wort kommen lassen.
Aus Archivmaterial von der Berichterstattung über die Proteste, Werbematerial der Bahn und eigens vor Ort gedrehten Bildern baut das Autorenduo, das sich „Böller und Brot“ nennt, ein stimmungsvolles Porträt des Phänomens Stuttgart 21. Es kommen sowohl die Befürworter als auch die Protestler zu Wort, sowohl die Organisatoren als auch der Mensch auf der Straße, der sich ganz einfache Fragen stellt.
Besonders stark ist der Film, wo er die Anhörung der Zeugen des umstrittenen Polizeieinsatzes montiert und dabei so etwas wie ein in seiner Widersprüchlichkeit stimmiges Gesamtbild schafft. Auch wenn es dem Hochdeutsch Sprechenden auf Dauer leicht anstrengend werden kann, den schwäbelnden Wutbürgern zu lauschen beziehungsweise die Untertitel zum besseren Verständnis heranzuziehen – „Alarm am Hauptbahnhof“ ist ein unaufgeregtes und anregendes Stück Dokumentarfernsehen.
Wertung: 5 von 6 Sternen
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