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Das erste „Yeah!“-Festival zieht eine positive Bilanz
Osnabrück. Ingrid Allwardt zieht eine positive Bilanz. „Ich bin im Rückblick zufrieden und glücklich über diesen Aufschlag“, sagte die Leiterin des Musikvermittlungs-Festivals „Yeah!“ dieser Zeitung. Am Samstag wurden bei der Preisverleihung in der Aula des Osnabrücker Schlosses fünf Preisträger ausgezeichnet.
Yeah! weiß, was es sich als Festival von internationalem Anspruch wert sein sollte. Deshalb schickt es seine Preisträger nicht nur mit einer schweren Trophäe aus der Werkstatt des Osnabrücker Künstlers Volker Johannes Trieb und den lobenden Worten der Jury nach Hause. Obendrauf gibt es noch einen Scheck in Höhe von 8000 Euro für jedes ausgezeichnete Projekt, macht bei fünf Gewinnern 40000 Euro Preisgeld aus. Ein erkleckliches Sümmchen für die freiberuflichen Projektträger.
Das erhöht die Attraktivität des Wettbewerbs für die Zukunft – eine Voraussetzung, damit Yeah! weitergehen kann. Das beabsichtigt nicht nur die Festivalleitung, auch die Partner bekunden eindeutiges Interesse daran, das Festival fortzuführen. Hans Jürgen Fip orakelte in seiner Funktion als Vorstand der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, die das Festival mit 380000 Euro maßgeblich finanziert hat: „Es geht weiter“, und sprach von der Hoffnung, „dass das weiter wächst“. Der Osnabrücker Oberbürgermeister Boris Pistorius brachte gar einen dichteren Rhythmus ins Gespräch: Ursprünglich war die Rede von einem dreijährigen Zyklus gewesen. Schon nach der ersten Ausgabe spricht man vom Zwei-Jahres-Rhythmus. Aus Sicht der Fachwelt dürfte das kein Problem sein; 165 Bewerber um die Yeah!-Preise aus 30 europäischen Ländern sprechen für eine hohe Akzeptanz bei den Produzenten von Musikvermittlungsprogrammen.
Das bezeugt auch die Abschlussveranstaltung, zu der immerhin an die 300 Gäste gekommen waren – das zweite Festivalwochenende hatte etliche Fachleute angezogen. Etwas anders verhält es sich mit dem Publikum vor Ort: Zwar freut sich Festivalleiterin Ingrid Allwardt über gut besuchte Schulveranstaltungen und die gute Resonanz darauf. Für die Abendveranstaltungen konnten sich die Bürger der Stadt hingegen nur schwer erwärmen. „Ich hätte mir noch ein paar mehr Neugierige gewünscht“, räumt Allwardt denn auch ein. Mehr Publikumsdurchmischung nennt sie als Ziel für das nächste Yeah!-Festival.
Vielleicht wird bis dahin auch das Konzept der Abschlussveranstaltung überprüft. Denn abgesehen von kurzen musikalischen Aperçus des Osnabrücker Jugendchors, des Sonus Brass Ensembles und schließlich der Percussiontruppe „Ensemble Triatu + 1“ aus Belgien war’s ein recht wortreicher Abend. Nicht einmal für kleine Einspieler von den Arbeiten der Preisträger reichte angesichts der vielen Reden die Zeit. Dabei wäre es doch fein gewesen, einen Eindruck davon zu erhalten, was die Jury auszeichnungswürdig fand. Nun gut. Beim nächsten Mal.
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