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Wohlig gruselt es sich mit „Oskar“
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Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung 10. Oktober 2009 00:00 Uhr


Wohlig gruselt es sich mit „Oskar“

Wer kennt sie nicht, die spannenden Geschichten vom kleinen Vampir? Eine ganze Kindergeneration las in den Achtziger- und Neunzigerjahren wie gefesselt die Romane von Angela Sommer-Bodenburg und gruselte sich bei den nächtlichen Erlebnissen von Anton und Rüdiger.

 
Team für Vampire: Bühnenbildnerin Kathrine von Hellermann und Regisseurin Charlotte Zilm bringen Rüdiger von Schlotterstein und Anton Bohnsack auf die Bühne. Foto: Klaus Lindemann  Vergrößern

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So auch Regisseurin Charlotte Zilm, die Sommer-Bodenburgs Vampir-Welt in der dramatisierten Fassung von Wolf-Dietrich Sprenger ab Sonntag auf die Bühne des Theaters am Domhof bringt. Das Stück greift inhaltlich den ersten Band der Vampirgeschichten auf: Anton Bohnsack, der am liebsten Gruselfilme schaut und „Vampirgeschichten für Fortgeschrittene“ liest, bekommt eines Abends Besuch von einem echten Vampir. Der 146-jährige Rüdiger von Schlotterstein leiht Anton einen Flugumhang und nimmt ihn fortan fast jede Nacht mit in seine Welt. Mit dem neuen Freund wird Antons Leben schlagartig zum Abenteuer. Er muss seine nächtlichen Ausflüge vor seinen Eltern geheim halten, mit Rüdiger vor dem unheimlichen Friedhofswärter Geiermeier flüchten und mit Rüdigers teils beängstigender Verwandtschaft zurechtkommen.

Kathrine von Hellermann hat die Theaterbühne in das Zuhause der Bohnsacks und in eine dunkle Friedhofs-Szenerie verwandelt. Zilm und Hellermann haben für jeden Charakter ein individuelles Kostüm entworfen, und eine Zahntechnikerin hat für die authentischen Vampirbeißer gesorgt. Durch Wladimir Krasmann am Klavier bekommt das Stück auch die passende musikalische Unterstützung. Die Klaviermotive stammen aus der Feder von Björn Jentsch, der sie eigens für das Stück komponiert hat. „Die Interaktion zwischen musikalischen Elementen und Schauspiel sorgt für eine sehr lebendige Inszenierung“, sagt Zilm. Die Regisseurin blickt auf eine erfolgreiche fünfwöchige Probenarbeit zurück und ist begeistert von dem Ensemble, das sich aus Mitgliedern des Oskar-Ensembles, des normalen Ensembles und aus Gastschauspielern zusammensetzt. „Das Ergebnis ist eine skurrile, witzige und gelegentlich natürlich auch etwas gruselige Inszenierung“, verrät Zilm.

Das Stück eignet sich für Kinder ab sechs Jahren.

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