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Schnäppchenjäger geprellt: Online-Betrüger gefasst
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Quelle: dpa 12. März 2010 17:26 Uhr


Schnäppchenjäger geprellt: Online-Betrüger gefasst

Minden. Zwei Betrüger-Banden haben über Monate Schnäppchen- Jäger im Internet geprellt und dabei mindestens eine halbe Millionen Euro erbeutet.

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Die international arbeitenden Kriminellen sollen seit Mitte vergangenen Jahres über das Netz zum Schein Nutzfahrzeuge wie Radlader, Bagger und Muldenkipper zum Verkauf angeboten haben, teilten die Staatsanwaltschaft Bielefeld und die Polizei in Minden am Freitag mit. Wie die Ermittler erst jetzt veröffentlichten, wurden bereits im Februar acht Männer im Alter von 29 bis 47 Jahren im ostwestfälischen Minden, im niedersächsischen Hehlen bei Holzminden sowie im Raum Kassel (Hessen) festgenommen.

Fünf von ihnen sitzen in Untersuchungshaft. «Wir haben die führenden Köpfe dieser beiden Gruppen in Haft nehmen können», sagte die Bielefelder Staatsanwältin Sabine Schröder von der Abteilung für organisierte Kriminalität. Auf mindestens eine halbe Million Euro wird der Schaden geschätzt, «vermutlich sogar noch höher».

Die Täter boten tatsächlich existente Nutzfahrzeuge anonym über Internetcafés im Internet an, erklärte Kriminalhauptkommissar Thomas Unruh, Leiter der Ermittlungsgruppe. Dabei waren die Täter nie die Eigentümer. Die Verkaufsanzeigen waren gefälscht. Es folgten Verkaufsgespräche, bei Einigkeit wurden gefälschte Rechnungen per Mail oder per Fax dem Interessenten übersandt. «Die Betrüger beobachteten währenddessen ständig die Konten und hoben das Geld bei Zahlungseingang sofort in bar ab.»

Käufer aus dem In- und Ausland gingen den Betrügern auf den Leim, vor allem im Internet, hieß es. «Zu den Opfern zählen in erster Linie Geschäftsleute die glaubten, per Internet ein Schnäppchen zu machen.» So wurde eine Steinbrechmaschine in Thüringen für 190 000 statt für für 365 000 Euro angeboten. Eine spezielle Ermittlungsgruppe war seit Oktober 2009 mit dem Fall befasst. Bei 16 Wohnungsdurchsuchungen beschlagnahmten die Beamten umfangreiches Beweismaterial sowie mehrere Pistolen.  Mehr Computer

 
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