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Testosteron macht Frauen egoistisch
London.Forscher untersuchen die Wirkung des Sexualhormons Testosteron auf das soziale Verhalten und stellen fest, dass das Androgen egoistisches Handeln fördert. Für die Untersuchung verabreichten Nicholas Wright von der Universität London und seine Mitarbeiter weiblichen Probanden das männliche Hormon Testosteron.
Dabei stellte sich den Angaben nach heraus, dass Testosteron sich negativ auf die Teamfähigkeit auswirkt. Wright glaubt deshalb, zu viel des Hormons im Blut könne einen für die Sichtweise Dritter „blind“ machen. Die Tests wurden teils mit Frauen durchgeführt, die Testosteron erhielten. Die andere Hälfte bekam ein Placebo verabreicht. Die Aufgabe der Probanden bestand darin, schwer erkennbare Muster in Zusammenarbeit mit anderen Teilnehmern zu identifizieren. Diejenigen mit viel Testosteron neigten dazu, sich auf ihr eigenes Urteilsvermögen zu verlassen und die Vorschläge Dritter abzulehnen. Bei weniger Testosteron kam es vermehrt zu Absprachen innerhalb des Teams. Diese Teams erzielten eine viel bessere Trefferquote, als wenn die Probanden allein entschieden.
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21.05.2011
