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Spiele-Messe: Freizeitvergnügen mit Smartphones und Tablets
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Autor: Karsten Grosser 01. Februar 2012 13:39 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

iRevolution im Kinderzimmer

Spiele-Messe: Freizeitvergnügen mit Smartphones und Tablets

Nürnberg. Mit dem Erfolg von iPod, iPhone und iPad sind nun auch die iToys auf dem Vormarsch. Die mobilen Endgeräte, mit denen die Zeitgeist-Papis daddeln, Termine koordinieren, unterwegs Tabellenkalkulationen erstellen, im Internet surfen und – ja, auch das – telefonieren, verwandeln sich immer häufiger in ein universelles Spielzeug. Ein Trend, der derzeit unübersehbar ist auf der Spielwarenmesse in Nürnberg. Und unüberhörbar.

 
Das iPad als Spielgefährte: Keine Angst, das Auto ist so konstruiert, dass es den Bildschirm nicht zerkratzt.Foto: dapd  Vergrößern

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Ein Sirren erfüllt die Luft. Dicht über die Köpfe der Besucher hinweg schwebt ein Miniaturhelikopter. Der Mann, der den Hubschrauber fernsteuert, steht wenige Meter entfernt und schwenkt sein Smartphone hin und her. Bewegungen, die der R/C Blu-Tech Heli (ca. 70 Euro) der Firma Silverlit nachahmt. Via Bluetooth werden die Steuerungsbefehle übertragen. Nur die entsprechende App herunterladen, und schon kann’s losgehen – verspricht der Hersteller.

Kein Kratzer am Screen

Lightning McQueen hingegen fährt direkt auf dem Display eines iPads. Der rote Flitzer, bekannt aus Disneys „Cars“-Filmen, steckt zwischen Daumen und Zeigefingers eines kleinen Jungen, der das Modell leicht auf die Oberfläche drückt und mittels Drehbewegungen durch einen virtuellen Parcours lenkt, um Aufgaben zu lösen. AppMATes nennt der kanadische Hersteller Spin Master seine Entwicklung, bei der ein physisches Mini-Auto mittels Sensoren mit Software interagiert – ohne Kratzer auf dem Display zu hinterlassen. Das Herunterladen der nötigen App ist kostenlos, die Autos sind ab März erhältlich: für 16 Euro einzeln oder 27 Euro im Doppelpack.

Technik-Hersteller WowWee knüpft ebenfalls eine Verbindung zwischen realer und digitaler Welt. Beispiel „Elite CommandAR“: Ein Smartphone – egal ob mit Apple-Betriebssystem IOS oder Android – wird in einer App-Pistole verankert. Dann werden auf dem Display virtuelle Aliens in der wirklichen Umgebung eingeblendet. Und die gilt es abzuschießen. Beispiel „Foam Fighters“: Hier werden Schaumstoff-Flugzeuge mittels Saugnapf am Smartphone befestigt, eingescannt und schließlich auf Missionen geschickt. Auch hier gilt: Die Apps sind kostenlos, können aber erst nach Kauf des Zubehörs freigeschaltet werden. In Deutschland bringt Sablon diese sogenannten AppGears (13 bis 30 Euro) ab Sommer auf den Markt.

Auch Spiele- und Puzzle-Hersteller Ravensburger wagt einen Ausflug in virtuelle Welten. Dank der Technik Augmented Reality (Erweiterte Realität) erwachen reale Puzzles auf iPhone oder iPad zum Leben. Einfach Gerät über das fertige Motiv halten und abwarten, was passiert. Wie wäre es mit einer 360-Grad-Stadtführung in Paris? Oder mit einem Suchspiel unter Wasser? Die innovativen Puzzles mit Video-Animationen und Sound-Effekten gibt es ab März zunächst mit vier Motiven (je 1000 Teile, 15 Euro). Einen ersten Eindruck vermittelt am Messestand Schauspielerin Susan Sideropoulos, die sich mit dem Tablet in den Händen um die eigene Achse dreht und den nächtlichen Blick vom Eiffelturm genießt.

Auch andere Hersteller bemühen Prominente als Promoter ihrer Neuheiten. Die Geissens aus der TV-Millionärs-Doku lächeln in Dutzende Kameras und präsentieren das gleichnamige Brettspiel (Noris), Sänger Bürger Lars Dietrich findet offenbar Gefallen am singenden, tanzenden und vor allem plüschigen Dalmatiner-Wecker der Firma Nici, bei der Bünder Firma Revell erklärt DTM-Rennfahrer Martin Tomczyk die Vorteile von „Dust Rider“ und „Black Mamba“, den ferngesteuerten und robusten Flitzern der neuen Serie „Revellutions“ (je 80 Euro ab spätem Frühjahr).

Die Ochsenknecht-Söhne

Und bei Goliath nehmen die Ochsenknecht-Söhne Jimi Blue und Wilson Gonzales die nahende Fußball-Europameisterschaft in den Blick. Mit den „Foooz“-Figuren, die aussehen, als hätte man sie großzügig aus Tischkickerstangen herausgesägt, versenken sie die Bälle trickreich im Tor. Auch Playmobil widmet sich dem Thema Fußball und packt gleich ein ganzes Stadion in einen Klappkoffer (50 Euro, ab März). Mit einer Technik, die an Tippkick erinnert, geht es hier auf Torejagd. Der US-amerikanische Konzern Hasbro hingegen fordert Lego heraus und steigt mit der Marke „KRE-O“ in das Produktsegment Konstruktionsspielzeug ein. Die Bausteine sollen kompatibel mit denen des dänischen Unternehmens sein. Den Auftakt machen Bausätze zum Thema „Transformers“ (ab 10 Euro).

Welche Spielsachen am Ende tatsächlich den Weg ins Kinderzimmer finden? Das werden die Jungen und Mädchen entscheiden. Zu den gefragtesten Trendartikeln im vergangenen Jahr gehörten etwa die Kampfkreisel „Beyblades“, „Star Wars“-Modelle von Lego, „Filly“-Pferde und die „Nerf“-Spielzeugwaffen mit Schaumstoffmunition.

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