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Deutsche Post Tochter - Verbraucherschützer warnen vor Geschäftsmethoden
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Autor: Waltraud Messmann 30. Januar 2012 13:31 Uhr  Mehr Artikel von dieser Autorin

Musterschreiben

Deutsche Post Tochter - Verbraucherschützer warnen vor Geschäftsmethoden

Osnabrück. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein warnt vor strittigen Geschäftsmethoden einer Tochter der Deutschen Post. Demnach wirbt die Deutsche Post Direkt GmbH offen damit, dass sie über 37 Millionen Adressen zur Neukundengewinnung verfüge. Diese deckten fast den gesamten Markt an Privathaushalten ab. Die Verbraucherzentrale hilft mit einem Musterbrief, sich dagegen zu wehren.

 
Sie kennt sie alle: Eine Tochter der Deutschen Post wirbt damit, dass sie über 37 Millionen Adressen zur Neukundengewinnung verfüge. Symbolfoto: dpa  Vergrößern

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In einer Werbebroschüre der Deutschen Post Direkt GmbH heißt es nach Angaben der Verbraucherschützer wörtlich: „Zur Adresspflege wird unter anderem die Anschriftenprüfung der Deutschen Post genutzt, wodurch die Adressen fortlaufend auf den neuesten Stand gebracht werden. Dabei prüfen die Zusteller der Deutschen Post regelmäßig, ob eine Adresse richtig geschrieben und zustellbar ist.“

Es scheinen aber auch noch weitere Informationen gesammelt zu werden, glauben die Verbraucherschützer. So werde zum Beispiel damit geworben, dass Informationen zu Pkw-Vorlieben und privatem Versicherungs- und Bankverhalten vorlägen. Selbst zur Lebensweise und Lebensauffassung solle es demnach Daten geben. Das Angebot ist an Privatpersonen und Unternehmen gerichtet, die mit sogenannten Postwurfsendungen ihren Bekanntheitsgrad erhöhen möchten. Dies deute darauf hin, dass zur Zusammenstellung der Datenbank nicht nur auf die bloße Überprüfung der jeweiligen Adressen geachtet wurde, heißt es. Denn Daten, die beispielsweise Auskunft über die Pkw-Interessen einer Person beinhalten sollen, wären aus derartigen Quellen kaum extrahierbar. Die Verbraucherzentrale betont: „Gerade in Zeiten der Flut ungewollter Werbung und untergeschobener Verträge halten wir eine weitgehende Art des Adressenhandels für äußerst problematisch.“ Sie rät deshalb Verbrauchern, die Deutsche Post Direkt GmbH aufzufordern darzulegen, welche Daten über sie vorliegen und woher diese Daten stammen.

Zum Schutz der Bürger wurde ein Musterschreiben verfasst, mit dem Postkunden der Speicherung ihrer Daten für werbliche Zwecke widersprechen können. Der Brief enthält überdies eine Forderung nach Herausgabe aller gespeicherten Daten .

Internetadresse: www.verbraucherzentrale-sh.de

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