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Multitasking kann Entwicklung hemmen
Osnabrück. Multitasking kann gefährlich sein: Viel Zeit gleichzeitig vor dem Fernseher und im Internet zu verbringen kann die Entwicklung von Kindern beeinträchtigen, haben Wissenschaftler der Stanford-Universität herausgefunden.
Nach einem Bericht des Internetportals golem.de haben die Forscher Cliff Nass und Roy Pea 3461 Leserinnen des Mädchenmagazins „Discovery Girls“ im Alter zwischen acht und zwölf Jahren nach ihren Gewohnheiten befragt. Außerdem mussten die Mädchen darüber Auskunft geben, wie oft sie mehrere dieser Aktivitäten gleichzeitig durchführen.
Es habe sich gezeigt, berichten die Forscher, dass Mädchen, die häufig gleichzeitig vor dem Fernsehen säßen und das Internet nutzten, oft emotionale und soziale Entwicklungsschwächen aufwiesen. Sie fühlten sich anders und weniger anerkannt, sie schliefen weniger und hätten mehr Freunde, die ihre Eltern als schlechten Umgang ansähen. Es gebe Hinweise, dass diese Faktoren korrelierten, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin Developmental Psychology. Ein endgültiger Beweis für einen Zusammenhang sei aber noch nicht erbracht.
„Diese Ergebnisse waren erschütternd, beunruhigend, beängstigend“, resümiert Nass. Nicht zuletzt, weil das Alter zwischen acht und zwölf Jahren entscheidend für die soziale und emotionale Entwicklung der Mädchen sei. Es zeigte sich auch, dass Probandinnen, die viel Zeit mit persönlichen Gesprächen verbrächten, solche Defizite nicht aufwiesen.
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