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100 Tage Mars-Experiment - Forscher zufrieden
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Quelle: dpa 10. September 2010 15:59 Uhr


100 Tage Mars-Experiment - Forscher zufrieden

Moskau. Seit 100 Tagen leben sechs junge Männer total isoliert in einem Container in Moskau für das bisher größte Mars-Experiment in der Geschichte der Raumfahrt. Die «Marsonauten» seien weiter wohlauf, sagte der Versuchsleiter Jewgeni Djomin am Freitag nach Angaben der Agentur Interfax.

 
Sieben Freiwillige stellten sich im Juni 2010 für das Experiment zur Verfügung: 520 Tage Isolation, entsprechend einem Hin- und Rückflug plus 30 Tage Aufenthalt auf dem Mars.  Vergrößern

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«Ihre geistige und körperliche Verfassung ist normal. Keine Klagen», sagte Djomin. Ohnehin hätten die Teilnehmer an dem Projekt «Mars-500» aus Russland, China, Italien und Frankreich gar keine Zeit, sich zu langweilen oder an Abbruch zu denken. Das Projekt endet aber erst nach 520 Tagen - so lange würde eine Mars-Expedition dauern. Die «geplante Ankunft» auf dem Mars dauere noch weitere 150 Tage.

Das Moskauer «Raumschiff» erinnert an «Big Brother». Überall hängen Kameras, dokumentieren rund um die Uhr, ob die Probanden die 105 Forschungsprojekte auch wirklich durchziehen. Elf Experimente kommen aus deutschen Ideenschmieden. «Keiner von denen will schon raus», hatte Mitte August auch Peter Gräf, Projektleiter beim Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR), gesagt.

Inzwischen sind die Männer in der Simulation mit ihrem Raumschiff 20 Millionen Kilometer von der Erde entfernt und haben rund noch 190 Millionen Kilometer vor sich. Weil bei einer echten Raumfahrt der Knochenabbau voranschreite, hätten die Probanden ihr Training auf Laufbändern, Fahrrädern und anderen Geräten verstärkt, sagte Djomin.

Nach der simulierten Ankunft auf dem «Roten Planeten» sollen die Männer einen 30-tägigen Aufenthalt dort nachstellen, bevor es in 240 weiteren Tagen wieder zurück zur Erde geht. «Mars-500» hatte zwei Vorläufer: einen 2008 mit einer 14-tägigen Phase und einen 2009 mit 105 Tagen. Bei letzterem Versuch war auch der Bundeswehrsoldat Oliver Knickel dabei, der nach seiner Zeit im Moskauer «All» berichtet hatte, dass die Motivation bei Fortschreiten des Experiments abnehme.  Mehr Gut zu wissen

 
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