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"Jugend forscht"-Regionalentscheid in Lingen
In der BBS Lingen hat am Freitag der Regionalentscheid für "Jugend forscht" und die Sparte für die Jüngeren "Schüler experimentieren" stattgefunden. Fotos: Jörg Sanders
Hier soll der Krokodil aus Lego eine vorbeihuschende Kakerlake fangen. Die ist natürlich auch nicht echt.
83 Projekte waren in Lingen ausgestellt: am Donnerstag für die Jury, am Freitag dann für die Öffentlichkeit.
Noch ein Roboter: Dieser Roboter soll später einmal Pflanzen bewässern. Das klappt noch nicht ganz.
An so machem Stand wurde erst nach längerer Zeit klar, worum es eigentlich geht. Oder kennen Sie "Keratinpolymerisation"?
Hier ging es um ph-Werte.
Dieser Schüler fordert mehr wilde Wiesen für Schmetterlinge. In seinem Garten zählte er übrigens über 150 Arten.
Diesen beiden Nachwuchsforscher von der Grundschule Haste experimentieren mit heißen Eiswürfeln. Warum? Weil der Tee zu schnell abkühlt. Wie? Mit der Flüssigkeit aus Taschenwärmern. Simpel und genial.
Popcorn als Verpackungsmaterial - damit gewannen Rosa Kannegießer (14) und Ida Marie Krüwel (13) vom Wüste-Gymnasium einen ersten Platz. Ihre Idee: Popcorn unter hohem Druck in Blockform pressen, das eigne sich als Verpackungsmaterial. Zusätzlicher Effekt: Bei Hilfslieferungen in Krisengebiete könnte das Verpackungsmaterial zugleich Hunger stillen. Nicht gesund, wie sie zugeben, aber besser als nichts.
Die drei Elfjährigen Schüler Tobias Meyer, Marius Schlingensiepen und Lisa Wolf gewannen mit ihrem Projekt ebenfalls einen ersten Preis. Wo ist der Silbersee hin? Diese Frage stellten sie sich. Brüchiges Kalkgestein unter dem See, das sie bei einer Stollenbesichtigung entdecken, sorgte dafür, dass das Wasser aus dem See nach und nach abfloss.
Die Elfjährigen Malte Bußmann und Marvin Ruthemann von der Haupt- und Realschule Bissendorf bauten eine Biogasanlage nach, verbesserten diese und erreichten so das „Schüler experiementieren“-Landesfinale. Das Prinzip verstanden sie schnell: Durch das „Pubsen der Bakterien“, so Malte, entstehe Gas, mit dem ein Kraftwerk betrieben werden könne.
Miriam Schierbaum und Isabel Osing von der BBS Haste erreichten das „“Jugend forscht“-Landesfinale. Sie überlegten, wie sich die Verstümmelung und Tötung von Wildtieren in Feldern verhindern lässt. „Unser Ziel ist, dass die Wildtiere gerettet werden – und damit auch die Nutztiere“, sagte Schierbaum. Denn im Feld getötete Tiere verunreinigen die Ernte, daran könnten auch Nutztiere verenden, die mit dem Ernteertrag gefüttert werden. Ihre Lösung: Wärmekameras an den Maschinen sollen Wildtiere auf dem Feld aufspüren, ein Signalton den Maschinenführer warnen.
Am Freitagnachmittag gab es dann endlich die Preise. Vier Projekte von Schülern und Osnabrück und Bissendorf schafften es in die nächste Runde.
Das führte zu zufriedenen Gesichtern...
Musikalisch begleitet wurde die Feierstunde von der Bigband des Lingener Franziskusgymnasiums.
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