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Tippspiel
Wer wird nächster Bundespräsident?
Er war 2010 nur knapp gegen Christian Wulff bei der Wahl zum Bundespräsidenten unterlegen: der parteilose Joachim Gauck. Der frühere DDR-Bürgerrechtler war von der SPD und den Grünen ins Rennen geschickt worden und hatte auch Stimmen von der Koalition auf sich ziehen können.
Zieht erstmals eine Frau als Chefin ins Schloss Bellevue? Ursula von der Leyen war bei der letzten Bundespräsidentenwahl als mögliche Kandidatin gehandelt worden. Doch dann hatte die Union entschieden, sie sei im Kabinett unverzichtbar. Die CDU-Politikerin leitet das Arbeitsministerium.
Klaus Töpfer war unter Kanzler Kohl Umweltminiser - bis heute setzt er sich für nachhaltige Entwicklung und Umweltschutz ein. Unter anderem leitete er das Umweltprogramm der Vereinten Nationen. Töpfer ist seit kurzem auch Grünkohlkönig von Osnabrück.
Die Opposition drängt darauf, dass eine Person das Amt übernehmen soll, die von allen Parteien unterstützt wird. Deshalb könnte auch Katrin Göring-Eckardt Chancen haben. Die Grünen-Politikerin ist seit 2005 Vizepräsidentin des Bundestages und Präses der Synode der Evangelischen Kirche.
Wolfgang Schäuble ist seit langem in der aktiven Politik verwurzelt. Der CDU-Politiker wird immer wieder als möglicher Nachfolger von Wulff gehandelt. Der 69-Jährige leitet unter Kanzlerin Merkel das Bundesfinanzministerium.
Als Bundestagspräsident hat sich Norbert Lammert die Anerkennung über Parteigrenzen hinweg erworben. Weil er in seiner Position auch nicht mit Kritik an seiner Partei spart, ist er in der Union nicht unumstritten.
Der SPD-Fraktionsschef Frank-Walter Steinmeier hat sich den Respekt der Kanzlerin Angela Merkel erworben und in der Opposition bewahrt. Die Union könnte wohl mit ihm als Bundespräsiden leben - doch auch die SPD?
Sollte die Regierung auf einen Kandidaten mit passendem Parteibuch beharren, wird auch Verteidungsminister Thomas de Maizière gehandelt. An ihn schätzen die Berliner Spitzenpolitiker seine Sachorientierung in politischen Fragen.
Wie Gauck könnte der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, Andreas Voßkuhle, ein überparteilicher Kandidat sein. Er würde zudem große inhaltliche Kompetenz mit ins Amt bringen, muss doch der Bundespräsident die Gesetze prüfen und unterzeichnen.
Wer folgt Christian Wulff im Amt des Bundespräsidenten nach? Bundeskanzlerin Merkel will sich auf die Suche nach einem überparteilichen Kandidaten machen. Diese Persönlichkeiten könnten Chancen haben: Zum Artikel




