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Aufgelaufen: Kreuzfahrtriese havariert vor italienischer Insel
Schlagseite: Nachdem der Kreuzfahrtriese "Costa Concordia" vor der Insel Giglio auf einen Felsen aufgelaufen ist, liegt er zur Hälfte unter Wasser.
Nut etwa 50 Meter vor der Insel rammte das mit 4200 Passagieren besetzte Schiff am Freitagabend das Felsenriff. Die genaue Ursache ist noch unklar. Wollte der Kapitän möglicherweise einem alten Schiffsbrauch folgen und die Inselbewohner "grüßen"? Er kam jedenfalls von der Route ab.
Die "Costa Concordia" war gerade zu einer Luxus-Kreuzfahrt unter dem Motto "Duft der Zitrusfrüchte" mit Stationen in Barcelona, Palma di Mallorca und Palermo aufgebrochen.
Die Gäste saßen beim Abendessen, als das Schiff havarierte. Viele sprangen panisch ins zu dieser Jahreszeit eiskalte Mittelmeer.
Die "Costa Concordia" war erst vor sechs Jahren als Italiens größtes Kreuzfahrtschiff auf Jungfernfahrt gegangen. Sie ist 290 Meter lang und 36 Meter breit und fasst 58 Balkon-Suiten, 13 Bars und 5 Restaurants.
Für mindestens sieben Menschen endete die Havarie tödlich - etwa 150 mussten die Rettungskräfte aus dem Wasser bergen. Derzeit suchen Rettungskräfte noch nach Vermissten.
Die Evakuierung sei chaotisch verlaufen, klagen viele Passagiere. Die Crew sei völlig überfordert gewesen.
Rettungswesten seien nicht ausreichend vorhanden gewesen, zudem habe es nicht genug Rettungsboote gegeben. "Wir fühlten uns wie auf der Titanic", sagen manche Passagiere.
Verfroren und verstört: An Bord des Unglücksschiffes waren Passagiere aus Italien, Spanien, Frankreich und Japan. Auch 500 Deutsche reisten auf der "Costa Concordia".
"Das war meine erste und letzte Kreuzfahrt", sagt ein Passagier aus dem Ruhrgebiet. Es hagelt massiv Kritik an den Fähigkeiten der Mannschaft. Gegen den Kapitän ermittelt die Staatsanwaltschaft.
Sie freuen sich auf eine entspannte Mittelmeer-Kreuzfahrt - aber für die 4.200 Passagiere der "Costa Concordia" endet die Reise, bevor sie überhaupt richtig beginnt: Das Schiff läuft vor der Insel Giglio auf Grund, ein Felsen schlitzt den Rumpf auf. Für mindestens sieben Menschen endet die Havarie tödlich. Gegen den Kapitan wird ermittelt. Fotos: dpa Zum Artikel




