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Der märchenhafte Fall des Erststimmenkönigs
Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) beantwortet im Februar 2011 im Plenarsaal des Deutschen Bundestages in Berlin in der aktuellen Stunde Fragen der Abgeordneten.
Der Politiker, der wegen Plagiatsvorwürfe im Rahmen seiner Doktorarbeit in die Schlagzeilen geraten ist, nahm an einer Aktuellen Stunde mit Regierungsbefragung und anschließender Fragestunde teil.
Zu Guttenberg verlässt am 1. März 2011 in Berlin nach seinem Rücktritt die Pressekonferenz.
Im Verteidigungsministerium geht Guttenberg die Treppe hinauf.
Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU, M) nimmt am 10. März mit seinem Nachfolger Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU, l) und Generalinspekteur Volker Wieker auf dem Gelände des Verteidigungsministeriums in Berlin an einem Großen Zapfenstreich teil, mit dem er von der Bundeswehr verabschiedet wird. Als Abschiedsmelodie hat sich Guttenberg für einen Rock-Klassiker entschieden: Der CSU-Politiker hatte sich den Song "Smoke on the Water" der Band Deep Purple gewünscht.
Nach seinem Rückzug aus der deutschen Politik tritt Guttenberg im November bei einem Forum im kanadischen Halifax auf. Foto: Halifax International Security Forum
Im Dezember bekommt Guttenberg bei der EU eine neue Aufgabe: Mit der EU-Kommissarin für Digitales stellt er Pläne zur Unterstützung von Netzaktivisten in autoritär regierten Staaten vor. Es war Guttenbergs erster öffentlicher Auftritt in Europa, nachdem er im März 2011 wegen Plagiatsvorwürfen zu seiner Doktorarbeit von seinem Amt zurückgetreten war. Für die EU soll er sich nun als Berater im Netz engagieren.
Knapp neun Monate nach seinem Rücktritt stößt Guttenbergs Interview-Buch "Vorerst gescheitert" zum Verkaufsstart auf große Resonanz.
Ob es Karl-Theodor zu Guttenberg zukünftig wieder in das Scheinwerferlicht der deutschen Politik zieht, bleibt offen.
Das Jahresende ist Rückblickszeit – auch auf einen Politiker, der 2011 über methodische Mängel in seiner Doktorarbeit stürzte. Mit rund 70 Prozent war er der Erststimmenkönig bei der letzten Bundestagswahl, im Kabinett wurde er binnen kürzester Zeit zum unumstrittenen Star, aber dann flog in seiner Promotion eine kopierte Passage nach der anderen auf. Fotos: dpa Zum Artikel







