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Tippspiel
"Wir sind gekommen, um zu bleiben" - Castor-Proteste weiten sich aus
Mit Zipfelmütze und Iso-Decke: Die Demonstranten besetzen die Gleise, die der Zug mit den elf Castorbehältern passieren muss.
Der. 13. Castortransport sei der langsamste überhaupt, heißt es - ein Erfolg für die Demonstranten auf den Gleisen.
Gelassene Stimmung: Sowohl Demonstranten als auch Polizisten gehen relativ entspannt mit der Situation um; Proteste gegen Castor sind im Wendland beileibe nichts Neues.
Dennoch ist die Polizei mit massiver Präsenz vor Ort - Sorgen bereiteten ihr die Gruppen von Gewaltbereiten, die die friedliche Demonstration aufmischten, hieß es.
Fast schon weihnachtlich mutet diese Szene an: Polizisten stehen auf einem Gleis bei Harlingen. Dass am Sonntag der erste Advent war, dürfte die Beamten indes weniger beschäfigt haben.
"Wir sind gekommen, um zu bleiben", so das Motto der Castorgegner. Diese junge Demonstrantin hat mit wärmenden Decken vorgesorgt.
Silvester-Feuerwerk? Nein, ein Polizist bei Schweißarbeiten auf dem Gleis.
Als Gewinner der Situation fühlen sich viele Demonstranten: Der Zug muss immer wieder stoppen. "Immer mehr Leute wollen sich dem Castor gewaltfrei entgegenstellen. Die Stimmung ist enthusiastisch", sagt ein Demonstrant.
Von Enthusiamus kann aber nicht allerorten die Rede sein: Zwischendurch lieferten rund 200 teils vermummte Castorgegner schwere Auseinandersetzungen mit der Polizei.
Zahlreiche Castorgegner wurden festgenommen, Dennoch betont die Polizei: "Die meisten Demonstranten sind friedlich."
Zwischendurch wartete der Zug in einem Waldstück bei Vastorf in strömendem Regen auf die Weiterfahrt.
In der Nähe des kleinen Örtchens Vastorf ist einer der Brennpunkte der Castorstrecke.
In Zelten wärmen die Demonstranten sich auf.
Noch nie hat ein Atommülltransport ins Wendland mehr Zeit ins Anspruch genommen.
Noch nie hat ein Atommülltransport ins Wendland mehr Zeit in Anspruch genommen. Die Proteste gegen den Castor weiten sich aus - und werden teils gewalttätig. Brandsätze und Steine fliegen entlang der Strecke in Richtung Polizei. Die bleibt zwar meist gelassen, es kam am Sonntag aber zu zahlreichen Festnahmen. Fotos: dpa




