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Tunesien hat gewählt - zum ersten Mal überhaupt
Lange Schlangen: Die Wahlbeteiligung in Tunesien übertraf bei den ersten freien Wahlen des Landes überhaupt alle Erwartungen. In manchen Bezirken lag sie bei 80 Prozent.
Geduldig warteten die Menschen, bis sie dran waren - wie hier in Tunis.
Für Sicherheit sorgten 20000 Polizisten und 22000 Soldaten. Das Militär war auch für den Transport der Wahlurnen zuständig.
Alle bisherigen Wahlen in Tunesien gelten als gefälscht - und viele Wähler gaben nun zum ersten Mal überhaupt einen Stimmzettel ab.
Die Menschen wählten jetzt die Mitglieder einer verfassungsgebenden Versammlung.
Die Wahl galt auch als Demokratietest im Mutterland des „arabischen Frühlings".
In letzten Umfragen lag die islamistische Ennahdha-Bewegung von Rachid Ghannouchi mit bis zu 30 Prozent der Stimmen klar vorn. Die Bewegung ist in dem Land stark umstritten.
Dieser Wähler drückt seine Freude über die Wahl auf eigene Weise aus - mit der tunesischen Flagge als Gewand.
Die Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Radhia Nasraoui präsentiert glücklich ihren "Wahl-Finger".
Hier jubelt sie gemeinsam mit ihrem Mann, Hamma Hammami, dem Chef der tunesischen Arbeiterpartei.
Stolz waren auch diese beiden Erstwähler.
Der richtige Tag für eine Jubel-Rundfahrt durch Tunis.
Ein historischer Tag: Am Sonntag konnten die Tunesier zum ersten Mal in der Geschichte ihres Landes frei ihre Volksvertreter wählen.




