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Tippspiel
Ende der WM-Sommerparty: Deutschland ist raus
Aus der Traum: Eine Woche vor dem Finale schied die deutsche Frauen-Nationalelf am Samstag in Wolfsburg aus dem Turnier aus.
Tausende Fans zitterten mit, als das Team gegen Japan antrat. Beim Public Viewing, hier in Frankfurt, wogten schwarz-rot-goldene Wellen durch die Zuschauermengen.
Banner für die Damen: Dennoch endete die Partie gegen Japan 0:1.
"Sehr ruhig" sei es nach der Niederlage am Samstagabend zugegangen, berichtete Trainerin Silvia Neid. Viele Spielerinnen hätten sich früh in ihre Hotelzimmer zurückgezogen.
Erst hatten sie kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu: Kim Kulig zog sich in der 4. Minute einen Kreuzbandriss zu. Sie wird für längere Zeit ausfallen.
Rekord-Nationalspielerin Birgit Prinz erlebte ihr Karriereende auf der Bank: Satt der 33-Jährigen einen würdigen Abschied zu bescheren, wechselte Trainerin Neid in der 102. Minute Alexandra Popp für Inka Grings ein und ließ die indisponierte Celia Okoyino da Mbabi durchspielen. Prinz war stocksauer, hieß es.
Nadine Angerer (l.) kann es nicht fassen: Das Tor von Karina Maruyma in der 108. Minute traf die DFB-Auswahl bis ins Mark.
Sie wolle nun erst einmal Abstand gewinnen, sagte die Torhüterin. "Ich werde spontan meinen Rucksack packen und erst einmal das Weite suchen", sagte die 32-Jährige.
Einen großen Umbruch im Team erwartet Neid nicht. Außer Birgit Prinz und Ariane Hingst habe keine Spielerin ihre Rücktrittsabsicht erklärt.
Da war die Welt noch in Ordnung: Steffi Jones, Präsidentin des Organisationskomitees für die Frauen-WM, nimmt ein Bad in der Fan-Menge.
DFB-Präsident Theo Zwanziger versucht Trost zu spenden.
Nach dem geplatzten Titeltraum standen die deutschen Fußballerinnen auch am Sonntag noch unter Schock. Müde traten sie die Heimreise an, die Fans leiden mit. Fotos: dpa Zum Artikel




