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Zu null spielen und nach Hause fahren
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Quelle: dapd/dpa/Neue Osnabrücker Zeitung 22. August 2011 18:27 Uhr

FC Bayern mit komfortablem Puffer nach Zürich – Suche nach Olic-Ersatz

Zu null spielen und nach Hause fahren

München/Zürich. Bevor der Lufthansa-Sonderflug 2570 in Richtung Zürich abhob, schwor Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge seine Truppe noch mal auf das wichtigste Spiel des Jahres ein. „Die Mannschaft darf nicht den Fehler machen zu denken, dass wir schon weiter sind“, sagte er trotz des komfortablen 2:0-Puffers aus dem Hinspiel im Champions-League-Play-off gegen den FC Zürich.

 
Spaß im Training: Jupp Heynckes und Franck Ribéry. Foto: dpa  Vergrößern

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Alle warnen vor Leichtsinn beim FC Bayern, aber alle glauben eigentlich auch fest an einen erfolgreichen Betriebsausflug in die Schweiz. Wir wollen schnell ein Tor machen – dann ist Ruhe“, sagte Kapitän Philipp Lahm zur Marschroute vor der Partie am Dienstag (20.45 Uhr/Sat.1). Es geht im mit 23500 Zuschauern ausverkauften Letzigrund nicht um einen Schönheitspreis. „Wir müssen keine Gala hinlegen“, sagte Mario Gomez: „Wir müssen zu null spielen, in die Gruppenphase einziehen und nach Hause fahren. Das ist alles.“

Klingt einfach – und ist es im Grunde auch. Es sei denn, Arjen Robben & Co. treten überheblich auf. Heynckes will die Gefahren schon im Vorfeld bekämpfen: „Meine Maxime ist: Immer so anfangen, als wenn es 0:0 stünde.“ Der 66-Jährige hat spätestens nach der 5:0-Gala gegen den Hamburger SV absolutes Vertrauen in seine Spieler. Vier Siege aus fünf Pflichtspielen, 11:1 Tore und drei Spiele ohne Gegentor – der Bayern-Express kommt langsam, aber genau pünktlich ins Rollen – schließlich geht es auch um etwa 25 Millionen Euro Einnahmen.

Die dürften mit Blick auf den wochenlangen Ausfall von Stürmer Ivica Olic noch wichtiger sein, der sich gegen den HSV einen Hüftsehneneinriss zuzog.

Es ist tragisch und macht uns Sorgen“, sagte Rummenigge - und kündigte bereits die Suche nach einem Ersatzmann an. „Wir haben nur drei Stürmer. Wir werden darüber nachdenken, ob wir was tun“, sagte er. Trainer Heynckes bremste allerdings: „Von Schnellschüssen halte ich nichts.“

Neben Mario Gomez steht mit Nils Petersen in Zürich nur noch ein gesunder Mittelstürmer zur Verfügung. Dennoch sollte es gegen die Scheizer reichen. Wir haben eine breite Brust, und jeder Spieler will in die Gruppenphase“, sagte Vizekapitän Bastian Schweinsteiger.

Die Hoffnungen des FC Zürich auf ein sportliches Wunder tendieren spätestens nach der 0:2-Ligapleite gegen den Tabellenletzten Xamax Neuchatel fast gegen null. „Es besteht noch eine Chance – und an die werden wir glauben“, versicherte Trainer Urs Fischer dennoch trotzig.

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