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Den ersten Eindruck nicht vermasseln

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Quelle: jsc/kri/Neue Osnabrücker Zeitung 23. Juni 2011 18:00 Uhr

Bewerbungstipps für Berufseinsteiger – von Jogginghose bis Kaugummi: Wie es klappt und was gar nicht geht

Den ersten Eindruck nicht vermasseln

Osnabrück. Mit dem Schulabschluss in der Tasche scheint die erste Hürde auf dem Weg ins Berufsleben geschafft. Doch wenn zum ersten Mal ein Vorstellungsgespräch ansteht, geht der Stress wieder los: Wie verhalte ich mich? Was muss ich wissen? Wie sollte ich auftreten? All das sind Fragen, über die sich Berufsanfänger Gedanken machen sollten, damit das Vorstellungsgespräch keine Pleite wird.

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Doch bevor man sich überhaupt bewirbt, sollte klar sein, welcher Beruf für einen infrage kommt: „Generell rate ich jungen Menschen, einen Beruf zu wählen, der zu den eigenen Interessen passt“, sagt Maria Lehmann, Referentin für Unternehmenskommunikation der Deutschen Vermögensberatung (DVAG).

Wenn das geklärt ist, folgt die schriftliche Bewerbung: Hier entscheidet sich, ob der Kandidat überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird. Rechtschreibefehler, Kaffeeflecken und Eselsohren sollten tabu sein. Außerdem sollten die Unterlagen vollständig sein. Ein lückenhafter Lebenslauf oder fehlende Informationen sind keine Türöffner. Das Anschreiben sollte außerdem nicht zu allgemein formuliert, sondern auf das Unternehmen zugeschnitten sein. Ein paar Klicks reichen, um sich im Internet über Firmen zu informieren. Ein Foto, Zeugnisse und eventuelle Arbeitsproben runden eine gute Bewerbungsmappe ab.

Nun folgt der zweite Schritt: das Bewerbungsgespräch. Jetzt heißt es: Den guten Eindruck auch live bestätigen. Wichtig ist dabei auch die Haltung – also Hände nicht in der Hosentasche verstecken oder Kaugummi kauen. Man sollte auch angemessen gekleidet sein: nicht mit Jogginghose und T-Shirt. Natürlich sollten Bewerber generell gepflegt aussehen.

Wer einen guten Gesamteindruck machen möchte, muss aber auch gut auftreten können. Wer deutlich und selbstbewusst „Guten Tag“ sagt und seinem Gegenüber in die Augen schaut, hat bessere Karten als jemand, der leise „Hallo“ stammelt und auf den Boden guckt. Ein fester Händedruck (aber nicht übertreiben!) macht ebenfalls einen guten Eindruck. „Ein gepflegtes Auftreten, Pünktlichkeit und Höflichkeit sind für uns Grundvoraussetzungen“ , erklärt Maria Lehmann von der DVAG.

Doch auch inhaltlich sollte der Kandidat punkten können. In dem ersten Teil des Gesprächs wird der Bewerber oft gefragt, warum er sich eigentlich für den Job beworben hat. Um diese Frage gut beantworten zu können, sollte man sich am besten schon im Vorfeld Gedanken machen. „Wir erwarten von den Bewerbern, dass sie sich mit dem Beruf beschäftigt und über uns als Arbeitgeber informiert haben. Sie sollten wissen, welche Aufgaben in dem gewünschten Tätigkeitsfeld auf sie zukommen“, rät Lehmann. Aufgrund ihrer Berufserfahrung weiß sie: Wer unvorbereitet in ein Bewerbungsgespräch geht, hat schlechte Karten. Vorgesetzte wünschen sich auch, dass der Bewerber für sich selbst wirbt. „Sie sollten erklären können, warum sie sich für den Beruf interessieren, was ihre Stärken und Schwächen sind“, weiß Maria Lehmann. Auch darüber sollte sich ein Bewerber im Klaren sein, bevor er zum Gespräch geht.

Wichtig ist es aber – selbst, wenn man etwas nicht weiß oder schlechte Noten erklären soll – immer bei der Wahrheit zu bleiben. Denn Lügen und Ausreden kommen nie gut an. Wer offen, natürlich, sympathisch und neugierig ist, hinterlässt meist einen positiven Eindruck. „Wir freuen uns besonders über aufmerksame, neugierige Menschen, die Eigeninitiative zeigen und auch die eine oder andere Frage stellen, wenn ihnen etwas unklar ist“, verrät Lehmann. Allerdings: Zu locker und offen sollte das Auftreten auch nicht sein. Schließlich ist der Chef kein Kumpel, und ein respektvoller Umgangston wird erwartet. Übrigens: Wenn es beim ersten Anlauf nicht klappt, nicht gleich aufgeben: Lehmann rät: „Bereite einen Plan B vor und denke über andere Einstiegsoptionen nach, zum Beispiel ein Praktikum.“ Auch nach einer Absage sollte man weiter am Ball bleiben. Dann klappt es beim nächsten Mal sicherlich besser.

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