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TippspielLingen: Ursache der Tankerexplosion unklar
Lingen. Die Ursache für den Brand des Tankschiffs „Alspray“ steht noch nicht fest. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung.
Die BP-Raffinerie in Lingen arbeitet nach eigenen Angaben mit Hochdruck zusammen mit der Reederei Jägers aus Duisburg daran, die Ursache für die Explosion des Tankschiffs herauszufinden. Dies teilte der kaufmännische Leiter von BP in Lingen, Andreas Mohr, mit.
In der Nacht zum Dienstag war das mit rund 800000 Liter Benzin gefüllte Tankschiff während der Beladung in Brand geraten. Es gab drei Verpuffungen. Polizei, Gewerbeaufsicht und weitere Behörden seien beteiligt, um möglichst schnell herauszufinden, wie es zu dieser Explosion gekommen sei, betonte Mohr.
Auf die Frage, ob der Unfall mit der Beladung des Tankers zusammenhängen könne, sagte er: „Seit Jahr und Tag benutzen wir bei der Beladung das sogenannte Gas-Pendel-Verfahren. Dabei handelt es sich um ein geschlossenes System, das zum einen der Funkenbildung vorbeugen soll und darüber hinaus verhindert, dass giftige Dämpfe in die Umwelt gelangen.“ Das System sei seit Jahren erprobt. Noch nie habe es in der BP-Raffinerie Lingen damit Probleme gegeben.
Nachtbetankung gängig
Zur Nachtbetankung sagte Mohr, darin habe BP Erfahrung: „Schon seit Jahr und Tag beladen wir in der Nacht Tankschiffe zur gleichen Zeit. Auch hier funktionierte bis Montagnacht alles ohne Beanstandungen.“
Die Beschäftigten in der Be- und Verladung waren erst vor kurzer Zeit an den Personaldienstleister „iHp“ ausgegliedert worden. Dennoch seien das Engagement und die Motivation der dort arbeitenden 50 Mitarbeiter nach wie vor gut, erklärte Mohr. „Wir arbeiten schon seit vielen Jahren und in vielen Bereichen mit der iHp zusammen. Bisher hat es noch keine Klagen gegeben.“
Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft Osnabrück zur Klärung der Unglücksursache dauern an, wie Polizeisprecher Achim van Remmerden sagte. Derzeit würden die Ermittler der Polizei die am Tankvorgang in der Nacht Beteiligten vernehmen. Zudem werde geklärt, wann das Schiff gehoben werden könne, damit externe Gutachter und die Polizei ihre Untersuchungen auf dem Schiff und an der Unfallstelle aufnehmen können.
Laut Wasser- und Schifffahrtsamt Meppen bleibt der Dortmund-Ems-Kanal vorerst bis Donnerstagmorgen für die Schifffahrt gesperrt. Die Aufräumarbeiten dauerten weiter an. Mit zehn Spezialfahrzeugen versuche man, das Benzin und den Schaumteppich aus dem Hafenbecken zu bekommen, sagte eine Sprecherin der Erdöl-Raffinerie Emsland. Regelmäßig würden Wassermessungen durchgeführt.










