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,,Manipulation auf allen Seiten"

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,,Manipulation auf allen Seiten"

Wenn heutzutage vom Wetter die Rede ist, dann immer weniger im Plauderton. Ob Überschwemmungskatastrophen, verheerende Wirbelstürme oder lang anhaltende Dürrekatastrophen - immer mehr Regionen sind immer häufiger von extremen Wettersituationen betroffen. Selbst hier im relativ wetterbeständigen Deutschland steigt die Zahl der Unwetterwarnungen. Nicht nur Öko-Aktivisten sehen sich längst in der These bestätigt, dass der Treibhauseffekt das Hauptübel an der Ursache für die vermehrten Wetterkapriolen sei. Ein Übel, das 1997 bei der Klimakonferenz in Kyoto bei der Wurzel gepackt werden sollte.

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Aber was geschah wirklich bei diesem Gipfeltreffen, wo sich Heerscharen von Journalisten, Wissenschaftlern, Ministern und Lobbyisten trafen? Wieso scheiterte der multilaterale Versuch, ein Mittel gegen den CO2-Ausstoß zu finden? Ted Anspach und Claire Denavarre blicken in ihrer Dokumentation ,,Klimapolitik: launisch bis unbeständig" (20.45 Uhr) genauer hinter die Kulissen der viel zitierten Klimakonferenz, aus der die US-Amerikaner als Buhmänner in puncto Klimaschutz herausgegangen sind.

Anspach und Denavarre leuchten vor allem die politischen und wirtschaftlichen Interessen aus, die letztlich zum Scheitern des verabschiedeten Kyoto-Protokolls führten. Europäische Interessen waren unvereinbar mit denen der USA, während die Entwicklungsländer als größte Opfer der globalen Klimaerwärmung zwischen allen Stühlen saßen. Die Dokumentation verdeutlicht auch die Einflussnahme jeglicher Interessengruppen, ob Umweltorganisationen oder Industrievertreter, mit denen die jeweiligen Ziele erreicht werden sollten. Eine ,,unglaubliche Manipulation auf allen Seiten". Schließlich geht es bei dem als heikel empfundenen Thema Umweltpolitik stets auch um viel Geld und Arbeitsplätze.

Dabei ist die Frage, ob der Treibhauseffekt tatsächlich auf CO2-Emissionen zurückzuführen ist, gar nicht hundertprozentig geklärt. Die zweite Dokumentation ,,Eine etwas andere Wetterkunde" (21.35 Uhr) stellt sich völlig unbefangen Fragen der Klimageschichte. Dabei stellt Filmautorin Sophie Lepault die Klimatologie vor. Die noch junge, interdisziplinäre Wissenschaft stellt die vorgefassten Meinungen über den vermeintlich eindeutig auf der Hand liegenden Zusammenhang zwischen Massenindustrialisierung und globaler Erwärmung in Frage. Die wahren Zusammenhänge über den Zustand unseres immer noch blauen Planeten mit seinen ständig extremer erscheinenden Wetterkapriolen sind jedoch weitaus komplizierter, als es häufig dargestellt wird. Dieser Beitrag ist gerade wegen seiner entwaffnenden Unvoreingenommenheit geeignet, verhärtete Fronten im Klimastreit aufzubrechen.

 

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