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TippspielUnterhaltung mit Pfiff
Ein bisschen Tränendrüse, ein bisschen Nervenkitzel und viel Lachgas. Der gestrige Fernsehfilm ,,Wie tauscht man seine Eltern um?” zur Prime Time auf SAT.1 bot leichte Unterhaltung mit Pfiff zum Feierabend – vorausgesetzt, man stellte keine Ansprüche an die Logik. Denn viele Sequenzen ergaben keinen Sinn - machten aber dennoch Spaß.
Richtig amüsant war die Vorstellung von Sonja Kirchberger als fiese Adoptivmutter. Wie sie die dekadente Managergattin gab, die nur deshalb ein Kind hatte, um damit die Karriere ihres Mannes zu begünstigen, war herrlich. Ihr kaufte man ein ,,Öffnungszeiten sind doch nur für einfache Leute!” oder ,,Wie kann man nur mit dem Sohn eines Domestiken spielen?!” problemlos ab. Da kam selbst Hollywood-Altstar Stacy Keach nicht mit, dessen Mitwirkung wohl die Werbewirksamkeit erhöhen sollte. Besondere Berechtigung hatte seine Mini-Rolle aber im Gegensatz zu Tim Bergmanns Besetzung als Held und Helmut Zierls als Bösewicht nicht.
Die peppige Produktion, untermalt mit Pop- und Rockmusik von den Beatles bis zu Deep Purple, hatte aber noch einen ganz besonderen Trumpf: Maxime Foerste spielte die zehnjährige Marie, die ihre eigene Entführung inszenierte, um von ihren ,,Kinderschreck“-Eltern los zu kommen, so liebenswert und unbefangen, dass einem ganz warm ums Herz wurde. Da war einem dann die filmische Logik wirklich völlig wurscht, und man freute sich mit Marie über die Fahrt in den Sonnenuntergang zum Happy End, um dann zufrieden abzuschalten.
Morgen in der Kritik: Der SS-Mann (ARD, 23.30 Uhr)




