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TippspielBeitrag zum Bau einer Bambusschule
Lotte/Osnabrück. Seit zehn Jahren lädt der Osnabrücker Architekt Edmund Flatau zu Kochevents für karitative Zwecke ein. So auch anlässlich seiner 30-jährigen Selbstständigkeit. Am Nikolaustag überreichte er 1500 Euro an den Verein Bambusschule, den der Vorsitzende Bodo Peters in der Alt-Lotter Grundschule vor vier Jahren gründete.
„Bildung ist nicht alles – aber ohne Bildung ist alles nichts!“ lautet das Motto des Vereins, der mittlerweile mehr als 160 Mitglieder zählt (www.die-bambusschule.de). Für die Scheckübergabe war nach dem Umbau, betreut durch das Büro Flatau, das nun auch fast fertige Foyer der Alt-Lotter Grundschule ein idealer Ort. „Hier gibt es eine tolle Voraussetzung für das, was wir machen, nämlich unseren Beitrag zur schulischen Ausbildung zu leisten“, sagte Edmund Flatau. Lesen und Schreiben seien wichtige Güter.
Bei Besuchen in der Grundschule waren ihm großformatige Fotos aufgefallen, die Bodo und seine Frau Clarissa, Schulleiterin in Alt-Lotte, von den Reisen nach Laos mitgebracht hatten. Da reifte die Überlegung, den Erlös zum 30-jährigen Firmenbestehen dem Verein zu spenden. „Aus dem Anlass habe ich kleine Kochevents mit Unternehmern, die unsere Projekte begleiten, ausgerichtet“, erklärte der Architekt zu den Benefizaktionen im Kellergewölbe an der Karlstraße. „Da haben wir unsere ,Feinschmecker-Hobbythek‘ unter den Büros eingerichtet“, berichtete er über die Aktionen, bei denen mittlerweile mehr als 1000 Personen bei geselligem Kochlöffelschwingen für erlesene Kulinarien Kontakte geknüpft und vertieft hätten.
Die Höhe des Betrages war bis zur Scheckübergabe geheim. Kein Wunder also, dass Clarissa Peters ein begeistertes „super!“ ausrief, ihr Mann Bodo gleichfalls überrascht: „Wow! Das hilft uns gut“, ergänzte. „Sie haben gesagt, ein Klassenraum kann für 6000 Euro gebaut werden. Da möchten wir auch unseren Beitrag leisten“, sagte Flatau und betonte, dass das Projekt jedenfalls unterstützenswert sei, zumal er wisse, dass das Geld direkt ankomme.
Bodo Peters berichtete über das aktuelle Bauvorhaben – die vierte Schule und das fünfte Projekt, denn auch ein Internat für Kinder, die zu weit von einer Schule entfernt wohnen, besteht bereits.
Derzeit ist eine weiterführende Schule im Dorf Ban Sopking an einem Nebenfluss des Mekong im Bau, finanziert aus Spenden und mithilfe der deutschen Botschaft. „Es ist schon das zweite Mal, dass uns die Botschaft unterstützt. So etwas geschieht nur, wenn man überzeugt ist, dass der Bau in guten Händen ist, zu Ende gebracht wird und optisch in die Landschaft passt“, so Bodo Peters. An der Schule seien 150 Kinder aus zwölf Dörfern, die nach Fertigstellung in fünf Klassenräumen unterrichtet würden.
Wichtig bei allen Projekten ist dem Verein Baumbusschule, dass sich die Dorfgemeinschaften einbringen, also Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort geschieht. Folglich holen die Laoten mit Booten Kies aus dem Fluss und mischen Beton selbst. Errichtet wird die Schule von einem Bauunternehmer aus dem Nachbardorf. Über die Fortschritte verschaffen sich der Vereinsvorsitzende, seine Frau und Mitglieder jährlich bei selbst finanzierten Reisen eigene Eindrücke. Seit drei Jahren ist in der Region der Bambusschulen ein sanfter Tourismus entstanden. „So versuchen wir den Dörfern Einnahmemöglichkeiten zu verschaffen“, erklärte Peters.







