·
Digitalabo·
Shop·
Tippspiel
Brüten neben Hochspannung
Von fünf Storchenpaaren im Osnabrücker Land brüten vier im Altkreis Wittlage. „Ich hätte nicht erwartet, dass in der Gemeinde Bad Essen drei Storchenpaare ihre Jungen ernähren können. Aber so ist es, und das ist ein gutes Zeichen.“
Volker Blüml, ehrenamtlicher Storchenbeauftragter in der heimischen Region, zeigte sich bei der Beringung von vier Jungstörchen in einem Horst, den Weißstörche zwischen Harpenfeld und Wehrendorf auf einem RWE-Strom-Mast errichtet hatten (wir berichteten), durchaus zufrieden mit dem Storchenjahr 2010. Die Vögel waren übrigens clever und wählten jene Seite der Stromleitung, die nicht unter Spannung steht.
Neben dem Standort Hunteburg-Schwege, wo von vier Nachwuchsadebars drei verendet sind, machen die Kinderstuben in Wehrendorf, Harpenfeld und auf dem „Masthorst“ Hoffnung.
Im Klartext: Von zwölf Jungstörchen im Landkreis werden neun in Bad Essen groß. Nicht durchgekommen, zum Beispiel am Dümmer, sind alle Jungen, die sehr früh im Mai geschlüpft sind, dem kältesten Mai seit über 70 Jahren.
In Bad Essen stehen die guten Zeiten für den Weißstorch offensichtlich im Zusammenhang mit dem 135 Hektar großen Naturschutzgebiet Daschfeld zwischen den Gemeinden Bad Essen und Bohmte, denn dieser nur extensiv bewirtschaftete Bereich bietet nach Auskunft der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Osnabrück zusammen mit der Hunte, den sogenannten Pastorenwiesen und dem Essener Bruch Adebar ausreichend Nahrung und Rückzugsgebiete. Blüml: „Wer etwas für Störche tun will, der muss Grünland erhalten und Äcker zurückumwandeln.“
In Zusammenarbeit mit dem Stromversorger RWE, der einen Hubwagen und drei Monteure zum Anbringen von Vogelschutzvorrichtungen bereitstellte, konnten „8x333“, „8x334“, „8x335“ und „8x336“ in schwindelerregender Höhe beringt werden.
Seit mehreren Jahren unterstützt RWE die regionalen Bemühungen rund um den eindrucksvollen Storchenvogel – beispielsweise durch das Errichten von Nistplattformen auf Strommasten und den Einsatz von Hubsteigern.
Auch hat RWE in den vergangenen Jahren die Freileitungen für Vögel sicherer gemacht, so wie jetzt in Bad Essen. Seit Jahren investiert das Unternehmen zudem in ein eigenes Vogelschutz-Projekt.








