·
Digitalabo·
Shop·
Tippspiel
Störche lieben Zoos
Die Störche der Region haben auch den Osnabrücker Zoo entdeckt. Ganz offensichtlich fühlen sich die eleganten Flieger dort recht wohl. In diesem Jahr brüten dort gleich zwei Paare.
Die vier Vögel spekulieren ganz offensichtlich auf die gedeckten Teller anderer Zootiere. Daneben beobachten die Mitarbeiter mehrere vagabundierende Störche, die das Osnabrücker Areal zeitweise besuchen. Das gute (Fr)essen liegt ja so nahe…
Wie stark das Besucherinteresse auch an „Zoo-Störchen“ besteht, beweist seit vielen Jahren der Naturzoo Rheine. Nur 50 Kilometer von Osnabrück entfernt, wächst dort seit langem die Population der Weißstörche.
Dass es sich in der Stadt an der Ems gut leben lässt, hat sich in Storchenkreisen längst herumgesprochen. Die regelmäßigen Fütterungszeiten im Zoo um 9.30 Uhr und 15.30 Uhr sind inzwischen für Störche und Besucher gleichermaßen interessant.
Die einen, die Störche, füllen sich - anders als in der „freien Wildnis“ der deutschen Kulturlandschaft - ohne mühsames Suchen nach Regenwürmern, Mäusen, Fröschen oder anderem Getier die Bäuche, wobei Zooinspektor Marcel Laze Wert auf die Feststellung legt: „Die Vögel werden in Rheine nicht satt gefüttert, sondern sollen sich auch in der Umgebung ihren Speisezettel vervollständigen“. Die anderen, die Besucher und hier besonders die Fotografen, lieben Rheine wegen der teilweise spektakulären Vogelmotive.
Neues Storchenreservat in Rheine eröffnet
Um die Attraktivität der seit 25 Jahre bestehenden Anlage zu steigern, hat der Naturzoo Rheine in diesem Jahr richtig Gas gegeben. Auch wenn der strenge Winter die zeitlichen Ausbaupläne ziemlich durcheinandergewirbelt hatte, eröffnete dort im April auf einer etwa 6500 Quadratmeter großen Fläche das neue Storchenreservat mit begehbarer Großvoliere.
Zwei der in Deutschland eher seltenen Schwarzstörche leben in der Anlage. Ihr Quartier teilen sie sich mit Exoten - einer Gruppe afrikanischer Abdim-Störchen.
Die Attraktion schlechthin bleiben aber die Weißstörche. Etwa 30 Tiere gehören zum „Inventar“ des Zoos. Sie haben teilweise ihren Zugtrieb verloren und bleiben auch im Winter in Rheine.
Etwa 160 Weißstörche aber sind in diesem Frühjahr aus ihren afrikanischen Winterquartieren nach Rheine geflogen, haben sich gepaart und brüten nun - verteilt über das Gelände - in 80 Horsten. Ihr Appetit ist groß: Die gesamte Storchenkolonie, übrigens die größte in Nordrhein-Westfalen, verschlingt täglich bis zu 2000 Hühnerküken.
Tierfotografen erwartet Storchenschwemme
Tierfotografen können die kommenden Wochen kaum erwarten. Nicht nur, dass sie jetzt dank neu angelegter Wege bei der Fütterung die Sonne im Rücken und damit besten Lichtverhältnisse haben. Vielmehr lockt die Lust auf ein echtes Schauspiel: Bei etwa 80 Storchenpaaren, die in der Regel zwei und mehr Eier ausbrüten, dürften Mitte des Jahres insgesamt ca. 400 Weißstörche auf der Anlage zu sehen, hören und fotografieren sein. Eine echte Storchenschwemme.










23.05.2011
