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TippspielFrustbewältigung beim VfL nach der Niederlage in Sandhausen
Angelo Barletta schüttelte den Kopf, Jan Tauer schimpfte auf den Schiedsrichter, und Trainer Karsten Baumann saß mit starrem Blick auf einer Metallkiste im Kabinengang, spürbar bemüht, sich zu beherrschen: Frustbewältigung war angesagt nach der Niederlage in Sandhausen, bei der der VfL eine 2:0-Pausenführung noch aus der Hand gegeben hatte.
Aber selbst als sich der erste Ärger gelegt hatte, fanden die Protagonisten noch deftige Worte bei der Analyse „Dummheit wird bestraft: Was wir uns in der zweiten Hälfte geleistet haben, war nicht mehr feierlich“, sagte Baumann und bemängelte vor allem, dass seine Mannschaft „den Kopf und die Nerven verloren und sich in die Geschehnisse gefügt“ habe.
Gerade weil einige Spieler den Anspruch hätten, zweite Liga zu spielen oder aus der zweiten Liga kämen, müsse man sich besser präsentieren und mehr dagegen halten, so der Trainer. Manager Lothar Gans bemängelte, dass „gerade die erfahrenen Spieler in der zweiten Hälfte zu viele Fehler im Aufbauspiel gemacht“ und Sandhausen so wieder zurück ins Spiel gebracht hätten.
Eine Analyse, die Routinier Matthias Heidrich nicht uneingeschränkt so stehen lassen wollte: „Auch wenn das 2:1 für Sandhausen beim Gegner wieder die Hoffnung geweckt hat, haben wir es danach eigentlich ganz gut gespielt. Wir müssen bei zwei Riesenchancen danach das 3:1 machen, dann ist das Spiel gegessen. Dann brauche ich nicht über irgendwelche Köpfe der Mannschaft reden. Zudem hat der Schiedsrichter eindeutig mitgeholfen, dass Sandhausen hier noch zwei Tore schießt. Einmal klares Abseits, und das letzte Tor war Foul gegen den Torhüter.“
Eine Sichtweise, die Linksverteidiger Jan Tauer, der im Gewimmel im Fünfmeterraum („Mit welchem Körperteil ich dran war, weiß ich nicht, aber ich war auf jeden Fall als letzter dran“) mit dem 1:0 sein Premierentor für den VfL erzielt hatte, teilt: „Da gehen zwei Spieler im Fünfer auf unseren Torwart drauf und der Schiedsrichter denkt nicht mal dran, einzuschreiten. Und wie man beim 2:2 nicht Abseits pfeifen kann, ist mir ein Rätsel.“
Tauer weiß, dass der VfL auch aufgrund der anderen Ergebnisse eine Riesenchance verpasst hat, sich vorne abzusetzen. „Jetzt haben wir uns in die Sch... geritten – gegen Bayern II am Wochenende müssen wir das eben wieder ausbaden.“




