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Tippspiel1:0 – VfL gewinnt auswärts gegen Bremen II
So schnell geht das im Fußball: Am Samstag noch mit Pfiffen in die Kabine begleitet, am Dienstagabend von 1000 Fans stürmisch gefeiert. Der VfL Osnabrück hat mit einer überzeugenden Vorstellung beim 1:0 gegen Werder II die Tabellenführung verteidigt und das aufgekommene Krisenszenario verbannt.
Der VfL trumpfte in der ersten Halbzeit wie eine Heimmannschaft auf, hatte das Geschehen weitgehend unter Kontrolle und zeigte die gegen Wuppertal vermisste spielerische Klasse. Bezeichnenderweise wussten sich die Werder-Youngster, denen gemeinhin technisch kultiviertes Spiel attestiert wird, oft nur mit hartem Einsteigen zu helfen.
Die taktischen Änderungen von Trainer Karsten Baumann, der übrigens Stürmer Thomas Reichenberger nicht einmal in den 18er-Kader berufen hatte, griffen. Ricky Pinheiro schwang sich im zentralen Mittelfeld zum Spielgestalter auf, Niels Hansen hielt ihm auf bekannt robuste Art den Rücken frei. Und auch das Flügelspiel funktionierte, Alexander Krük auf der linken Seite und Benjamin Siegert über rechts beschworen etliche gefährliche Situationen herauf.
In jedem Fall erarbeitete sich der VfL vor der Pause ein klares Chancenplus mit guten Möglichkeiten für Angelo Barletta (Seitfallzieher, 6.), Hansen (Vorarbeit Krük, 25.), Björn Lindemann (Vorlage Schmidt, 29.) und Tauer (41.), der wie seine Kollegen zuvor am starken Werder-Torwart Mielitz scheiterte.
Defensiv arbeitete der VfL zuverlässig. Kleinere Patzer von Tobias Nickenig und Konstantin Engel blieben ohne Folgen. Als sich durch falsche Zuordnung im Mittelfeld die einzige echte Werder-Chance vor der Pause ergab , war Torwart Tino Berbig bei einem Schuss von Verteidiger Schiller zur Stelle (42.).
Auch wenn der VfL das Powerplay nach der Pause fortsetzte und sich weitere gute Möglichkeiten erspielte, blieben die Bremer im Konterspiel gefährlich. Insbesondere der lange Futacs bereitete den Defensivkräften Probleme. Und einmal war auch Glück im Spiel, als der aufgerückte Innenverteidiger Löhden nach Perthels Kopfball nur knapp scheiterte.
Aber der VfL fand die richtige Antwort. Es war der spielstarke Krük, der seine Klasseleistung mit einem trockenen Flachschuss von der Strafraumkante krönte (63.) und damit eindrucksvoll die Kräfteverhältnisse dokumentierte. Nur kurz darauf hätte Pinheiro erhöhen musste, als er nach einem Traumpass völlig frei vor Mielitz auftauchte, jedoch im Keeper seinen Meister fand.
Durch gute Raumaufteilung und Deckungstreue ließ der VfL keine weiteren Werder-Gelegenheiten zu, hatte durch den eingewechselten Aleksandar Kotuljac und dem formstarken Lindemann mehrfach die Gelegenheit zum 2:0. In jedem Fall hat der VfL an der Weser die richtige Antwort gegeben und die Konkurrenten unter Druck gesetzt.








