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Zu langsam, ohne Plan und leblos

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Zu langsam, ohne Plan und leblos

Nein. Es ist noch nicht aller Tage Abend, weil die Artland Dragons mit 65:77 (36:43) bei den Skyliners Frankfurt verloren haben. Es geht noch genug an sieben verbleibenden Spieltagen der Hauptrunde in der Basketball-Bundesliga, um am 1. Mai zumindest auf Platz 8 zu stehen und damit die Play-off-Runde zu erreichen.

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Doch es darf, pardon es muss allmählich gepunktet werden, erst recht in einem Direktduell, wie es sich am Main ergab. Denn mit 41 Punkten bei 14 Siegen und 13 Niederlagen sind die Quakenbrücker als aktuell Neunte nicht dabei, wenn die besten acht Teams im Mittelpunkt der Saison stehen.

Gleichauf mit Weißenfels (jeweils 41), einen Zähler hinter Braunschweig (42), jeweils zwei hinter Göttingen (bei jedoch zwei Spielen weniger) und Bremerhaven (jeweils 43) sowie jeweils drei hinter Oldenburg (allerdings zwei Spiele weniger), Frankfurt und Bamberg (jeweils 44) herrscht noch Gedränge auf den Plätzen drei bis zehn. Was sich am nächsten Samstag zum Beispiel verringern kann, wenn Göttingen und Weißenfels gegeneinander antreten, Frankfurt in Berlin spielt (und verliert) sowie Bremerhaven und Bamberg sich duellieren. Insoweit herrscht (noch) keine Panik im Artland – rein rechnerisch.

Und faktisch? Der Auftritt in Frankfurt war ein Spiegelbild der Saison, denn Konstanz und Struktur sehen anders aus. Vor allem Frische, denn die deuteten die Dragons nur im ersten Viertel bei Dreiern von Hollis Price zum 6:4 (3.) und Chad Prewitt zum 13:12 (6.) an, als sie den Ball laufen ließen und sich planvoll bewegten. Doch als die Skyliners viel Druck machten, ihre Laufwege exakter absolvierten und mehr Energie entwickelten, waren die Dragons bald mit ihrem Latein am Ende. Bereits beim 36:43 zur Pause bei bis dato 3/14 Dreiern, 12 gegenüber 17 Rebounds und 7 gegenüber 11 Assists, erst recht nach dem Wechsel mit dreieinhalb punktlosen Minuten zum 36:50 sowie zwei Punkten innerhalb von fünfeinhalb Minuten zum 38:54.

Jetzt ging alles daneben, sogar ein Tempogegenstoß nach eigentlich psychisch aufbauendem Ballgewinn, Freiwürfe, Korbleger, Pässe und alles, was möglich ist im Basketball. Ganz zu schweigen von einer in Angriff und Abwehr praktizierten Taktik, die Pick and roll heißt und von den Dragons noch immer nicht beherrscht wird, ohne im Extremfall wie Samstag abgestellt zu werden. Frankfurt nahm die Geschenke dankend an zu leichten Körben, war einen Schritt eher mit und ohne Ball unterwegs als die Quakenbrücker, die im dritten Viertel klägliche neun Korbpunkte (drei Feldkörbe in zehn Minuten) schafften, weil sie die schnellen Robertson und McKinney, den erfahrenen Roller sowie den über seine Freiheiten staunenden Labovic zumeist von hinten und dann oft punkten sahen.

So kam weniger Pfeifen und Entsetzen als vielmehr Mitgefühl für die Überforderung der nach Europa-Tour und Krankheiten ausgelaugt und recht leblos wirkenden Mannschaft bei den 100 Fans unter 4740 Zuschauern in der Ballsporthalle auf. Das Schlussviertel versöhnte ein wenig, als der zuvor ebenso wie seine Kollegen indisponierte Alexander Seggelke das Herz in beide Hände nahm und drei Dreier zum 51:63 (33.), 58:68 (37.) sowie 63:74 (0:38 vor Schluss) landete. Womit die Dragons das letzte Viertel 20:19 gewannen, weil die Skyliners nicht mehr als nötig taten und durchwechselten, was für Quakenbrück wenig brachte.

Des Trainers Erkenntnis: „Wir haben einfache Punkte vergeben, zu statisch im Angriff gespielt und kein Mittel gegen die Frankfurter Verteidigung gefunden“, meinte Thorsten Leibenath, der zudem die Offensiv-Rebounds (13 von insgesamt 38 der Skyliners, 8 von 24 bei den Dragons) als schmerzhaft empfand sowie „mentale Probleme“ feststellte.

 

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