Noz
Kontakt

·

ePaper

·

Shop

·

Tippspiel

Startseite

|

Karsai bereit für Gespräche mit Mullah Omar
nachrichten

Schrift
 Drucken  Versenden Empfehlen auf:      

Quelle: dpa 11. März 2010 11:36 Uhr


Karsai bereit für Gespräche mit Mullah Omar

. Islamabad (dpa) - Der afghanische Präsident Hamid Karsai ist bereit für Gespräche mit dem radikal-islamischen Taliban-Chef Mullah Omar. Dass Mitglieder der internationalen Staatengemeinschaft damit Probleme haben, findet Karsai unverständlich, sollten Gespräche dem Frieden in Afghanistan voranbringen.

 
Der afghanische Präsident Hamid Karsai (Archivfoto) ist für Gespräche mit Taliban-Chef Mullah Omar.  Vergrößern

– Anzeige – Ihre Anzeige hier



Zuletzt kommentiert








Beim Thema Verhandlungen mit den Taliban gebe es «Verwirrung unter unseren Alliierten», sagte Karsai am Donnerstag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad. «Es gibt einen Mangel an Koordination zwischen den Verbündeten.»

Seine Regierung habe Kontakte zu hochrangigen Taliban. «Wir sind bereit, mit ihnen, inklusive Mullah Omar, auf der Basis der afghanischen Verfassung zu reden. Für Frieden wollen wir mit jedem Afghanen sprechen, und wenn die Internationale Gemeinschaft damit ein Problem hat, dann sollte sie kommen und das erklären.»

Karsai bietet den Taliban im Rahmen der Verfassung seit längerem erfolglos Gespräche an. Die Aufständischen lehnen Verhandlungen offiziell ab, solange ausländische Truppen in Afghanistan sind.

Die internationale Staatengemeinschaft spricht sich bislang für die Wiedereingliederung einfacher Taliban-Kämpfer in die Gesellschaft aus, während die afghanische Regierung auch mit der Taliban-Führung verhandeln will. Gespräche mit Mullah Omar sind im Westen umstritten.

Karsai sagte, der Versöhnungsprozess werde im Rahmen der Verfassung geschehen. «Wir haben dafür bereits einen detaillierten Plan ausgearbeitet, dem das afghanische Volk in einer baldigen Ratsversammlung zustimmen wird.» Der Präsident betonte. «Diejenigen, die ihre Verbindung zum Terrornetz El Kaida nicht abbrechen und ihre Einstellung nicht ändern, werden keinen Platz im Frieden in Afghanistan haben.»

 
  Leserkommentare
Schreiben Sie einen Kommentar




Empfehlen auf:  Facebook  Twitter




 Zeitungstitel wählen  Schließen

Wählen Sie Ihren Zeitungstitel: