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Polizei: Amoklauf nicht im Internet angekündigt

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Polizei: Amoklauf nicht im Internet angekündigt

Ein Jahr nach dem Amoklauf von Winnenden und Wendlingen in Baden-Württemberg steht fest: der Täter Tim K. hat sein Blutbad nicht im Internet angekündigt. Zu diesem Ergebnis kommen die Ermittlungsbehörden nach Auswertung der Daten eines Web-Servers in den USA, teilte die Polizei in Waiblingen mit.

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Einen Tag nach dem Amoklauf mit 16 Toten hatte Innenminister Heribert Rech (CDU) erklärt, die Ankündigung sei auf dem Computer des 17-jährigen Täters gefunden worden. Später korrigierte er diese Darstellung.

Wer den gefälschten Eintrag nach der Tat ins Internet stellte, konnte die Polizei nicht feststellen, weil die Verbindungsdaten vom Provider nicht gespeichert wurden.

Nach Darstellung der Polizei gab es kurz nach dem Amoklauf in einem Internetforum einen Eintrag, mit dem Tim K. seine Tat angeblich bereits in der Nacht zum 11. März 2009 um 02.45 Uhr angekündigt hatte. Polizei und Staatsanwaltschaft hatten sich am 12. März entschlossen, diesen Eintrag bekanntzugeben.

Es kamen jedoch schnell Zweifel auf. Deutschland stellte ein Rechtshilfeersuchen an die USA. Im Februar erhielt die Staatsanwaltschaft Stuttgart vom US-Justizministerium zwei Festplatten mit den gesicherten Daten. Diese wurden von Spezialisten der Waiblinger Polizei und des Landeskriminalamts ausgewertet.

Ergebnis: Tatsächlich wurde der Beitrag erst mehrere Stunden nach der Tat – am Nachmittag des 11. März um 16.57 Uhr – ins Internet gestellt. Von wem, ist unbekannt.


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