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Wenn Videogucken richtig wehtut . . .

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Wenn Videogucken richtig wehtut . . .

Das war’s also mit Europa für diese Saison. Ein Abschied, der schwer fiel, weil das Ergebnis von 67:69 gegen KK Zagreb nicht Leistung und Auftritt im „Finale“ der Zwischenrunde in der Eurochallenge und der gesamten Saison international entsprach. „Was die drei gepfiffen haben, spottet jeder Beschreibung“, wutschnaubte Trainer Thorsten Leibenath auch noch am Tag nach dem „Aus“ der Artland Dragons in Richtung der drei Unparteiischen, die für ihn eindeutig Schicksal spielten.

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So habe Centerspieler Zoric geradezu „Artenschutz“ genossen bei Fouls und Schrittfehlern, die nicht geahndet wurden. Vor allem in der entscheidenden Schlussphase, als die Quakenbrücker Basketballer exakt bis 2:35 Minuten vor Schluss mit sechs Punkten führten, dann jedoch von Zoric und Co. „abgemäht“ worden seien bei aussichtsreichen Angriffen.

Fast schlaflos blieb die Nacht für den aufgebrachten Coach, der sich nach dem Abendessen ohne große Worte auf direktem Wege vor das Video setzte und immer wieder das bestätigt sah, was er zuvor live erlebt hatte an strittigen und indiskutablen Entscheidungen. Es sei ein Unding, wenn hier wie zuvor in Belgrad jeweils zwei Schiedsrichter angesetzt würden aus einem Land, das vor 15 Jahren noch ein Land gemeinsam mit Kroatien gewesen sei. Sein Team sei hier wie in Belgrad „nicht fair behandelt“ worden.

Was für Leibenath „besonders bitter ist, weil wir es verdient gehabt hätten weiterzukommen“, wie er betonte. Immerhin sind die Dragons das beste Drei-Punkte- und das zweitbeste Zwei-Punkte-Team in diesem Wettbewerb, das in Zagreb durch Konzentration, Leidenschaft und Passspiel (18 Assists, davon Bailey 8!) imponierte. Die nicht neue Erkenntnis aus dem Mund von Leibenath: „Wenn man auswärts gewinnen will, muss an mindestens zehn Punkten besser sein. Zwei Punkte reichen nicht.“

Dabei hat die Quakenbrücker auch in seinen Augen das Aus im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale nicht in Zagreb, sondern im Hinspiel gegen die Kroaten ereilt, als sie nach Verlängerung mit 70:72 verloren. Faustregel Nummer eins in Europa: Zu Hause muss gewinnen, wer weiterkommen will. Umso ärgerlicher, dass die Dragons nach Lüttich nun auch in Zagreb gewinnen konnten, als sie einen Acht-Punkte-Rückstand in eine Acht-Punkte-Führung trotz der Schiedsrichter wandelten, jedoch in den letzten 2:35 Minuten zehn Punkte kassierten und nur zwei erzielten.

„So ein Mist“, schimpfte Chad Prewitt, der nicht zu freien Würfen kam. „Und wir konnten gewinnen“, meinte Darren Fenn den Kopf schüttelnd, der in 31:13 Minuten Schwerstarbeit leistete, auf eine Wurfbilanz von 5/16 gegen harte Attacken kam und gestern geistig wie körperlich „total müde“ war.

Von einem weinenden und einem lachenden Auge wollte Marko Beens nichts wissen mit Blick auf die Konzentration nun allein auf die Bundesliga. „Ein Erfolg und ein Weiterkommen wäre für den Kader, der tief genug besetzt ist, psychologisch sicher gut gewesen“, meinte der Manager. Beim Modus „Best of three“ im Viertelfinale wäre es nach Samara gegangen in das tiefe Russland mit drei Stunden Zeitdifferenz, von dort zum Ligahit nach Berlin. Wer weiß, wofür was gut war und ist ...

 

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