·
Digitalabo·
Shop·
TippspielAufwärmprogramm mit Putzfrau - Ex-Drache Ucovic: Basketball härter als mein Job
Falsche Halle? Konnte nicht sein, weil der Bus des Gastgebers das Team der Dragons dorthin gebracht hatte, in die Schulsporthalle mit ausziehbaren Tribünen, die einem internationalen Vergleich nicht unbedingt Ehre macht. Und als 45 Minuten vor dem Anwurf weder die Schiedsrichter noch der Technische Kommissar zu sehen waren, der oft am Vorabend oder beim Wurftraining am Spieltag die Passkontrolle vornimmt, wurde Manager Marko Beens kribbelig.
Beim Blick in diese Halle musste sich Mislav Ucovic wie in seiner früheren Basketball-Heimat in der 2. Liga in der Artland-Sporthalle (!) vorkommen. Das Wiedersehen wollte sich der Kroate nicht entgehen lassen, der mit Basketball abgeschlossen hat, sich auf Familie sowie den Job als Programmierer konzentriert bei der Erkenntnis: „Basketball ist viel anstrengender als der Job.“
Der Abend vor dem „Finale“ verliefen wie vor fast jedem Auswärtsspiel. Training um 20 Uhr, Essen um kurz nach 22 Uhr, danach ab auf die Zimmer, wo zur Entspannung noch DVD, Computer, Fernsehen oder Bücher warteten. Nicht bei Darius Hall, der sich nach der eigentlich ausgestandenen Mandelentzündung völlig schlapp fühlte, neben dem Training auch das Abendessen ausfallen ließ und sich ins Bett packte. Weniger bei Toby Bailey, der beim Training passen musste, sich danach aber wecken ließ und versuchte, dem umgedrehten Magen zumindest leichte Kost zuzutrauen.
Und die Nicht-Spieler? Physiotherapeut Thomas Mögel und sein Kollege Johannes Weidemeier hatten noch einige Pflegedienste zu leisten im „Behandlungszimmer 1502“ des „Four Points“-Hotels bei Verspannungen an Rücken der „langen Kerls“, die Woche für Woche in fremden, mal harten, mal weichen sowie oft zu kurzen Betten nächtigen. Trainer Thorsten Leibenath saß in der Hotel-Bar nicht etwa mit einem Weißbier, sondern mit einem Spielervermittler – nur so und üblich bei Spielen in europäischen Wettbewerben, die Agenten anziehen wie Licht die Fliegen.
Bei Manager Marko Beens ging das Licht im Hotelzimmer erst lange nach Mitternacht aus. Büroarbeiten in der Ferne hatten Priorität: Bis zum 15. März müssen alle Unterlagen für die Lizensierung zur neuen Saison bei der Liga sein.







