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Störche schon aus Winterquartier zurück
Storchennest 2010

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Störche schon aus Winterquartier zurück

Die Weißstörche sind wieder da! Tier- und Naturfreunde reiben sich verwundert die Augen: Kaum ist der (vermutlich) letzte Schnee des Winter geschmolzen, da sitzen auf allen Horsten im Osnabrücker Land und am Dümmer wieder die eleganten Vögel, die aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt sind.

 
Als letztes bekanntes Storchennest in der Region besetzte zu Wochenbeginn ein Storch den Horst in Wehrendorf. Spannend bleibt die Frage, ob der Vogel bleibt und wann sein Partner kommt.  Vergrößern

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„Das ist in der Tat außergewöhnlich früh“, findet auch Volker Blüml, der als ehrenamtlicher Storchenbetreuer in der hiesigen Region aktiv ist. „Auf zwei Horsten sitzen schon zwei Tiere, der Rest ist mit einem Vogel besetzt.“ Wird 2010 also ein besonders gutes Jahr für die Weißstörche?

Blüml ist verhalten optimistisch: „Vielleicht kommen ja wirklich ein, zwei Paare mehr als in den vergangenen Jahren zum Brüten“. Nisthilfen gebe es in der Region ausreichend. „Und es bleiben schließlich noch zwei Monate Zeit, um einen neuen Brutplatz zu besetzen und mit der Brut zu beginnen.“

Die Witterung sei derzeit nicht mehr das große Problem. „Der Boden ist zum Glück getaut. Am Dümmer sind Kiebitze und Brachvögel ebenfalls schon wieder da und finden in Schlammflächen und überschwemmten Wiesen ausreichend Nahrung, etwa Regenwürmer.“

Über die Gründe der vergleichsweise frühen Rückkehr kann nur spekuliert werden. „Wahrscheinlich handelt es sich ja um Tiere, die in Spanien überwintert haben.“ Dank guter Winde und Witterung könnten diese Westzieher (im Gegensatz zu den Oststörchen, die im Herbst über den Bosporus und die Sinaihalbinsel nach Afrika und über das Niltal bis in denn Sudan zogen) die Gunst der Stunde genutzt haben, ohne zu wissen, dass die ersten von ihnen noch den Winter im Osnabrücker Land erleben mussten. „Probleme sind mir bislang aber nicht gemeldet worden“, so Blüml.

Zum dritten Mal in Folge ermöglicht die Webcam des Medienhauses Neue OZ allen Storchenfans tiefe Einblicke ins Storchenleben. Derzeit zeigt die Kamera einen Altvogel, der es sich auf dem Horst in Wehrendorf bequem macht. Ob er auf Dauer bleibt und auf den zweiten Storch wartet, kann mit Hilfe der Kamera live verfolgt werden.

Vor zwei Jahren wurden in diesem Horst drei, im vergangen Jahr zwei Küken groß. Insgesamt flogen im vergangenen Jahr von sieben mit Brutpaaren besetzten Horsten in der Region immerhin 13 Jungstörche aus.


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