Noz
Kontakt

·

Digitalabo

·

Shop

·

Tippspiel

Startseite

|

Weißstörche aus Afrika starten Heimflug
Storchennest 2010

Schrift
 Drucken  Versenden Empfehlen auf:      


Weißstörche aus Afrika starten Heimflug

Die ersten Weißstörche in Afrika haben sich auf den Heimflug nach Deutschland gemacht. Dazu gehört auch „Hobor“, einer der drei Schleswig-Holsteinischen Störche, die der Naturschutzbund Deutschland (NABU) im vergangenen Sommer mit einem Satellitensender ausgerüstet hat. Andere Störche haben bereits ihre Nester in Hamburg und Schleswig-Holstein bezogen.

 
Der Schnee schreckt diesen Storch nicht. Er ist zurück aus dem Winterurlaub.  Vergrößern

– Anzeige – Ihre Anzeige hier



Zuletzt kommentiert








Sie hätten in Spanien überwintert, sagte Storchenexperte Kai-Michael Thomsen vom Michael-Otto-Institut in Bergenhusen (Kreis Schleswig-Flensburg) am Montag. Die Störche aus Afrika werden erst Anfang April zurück erwartet.

Störche gelten mit einem Gewicht von bis zu drei Kilogramm und zwei Metern Flügelspannweite als Segelflieger. Sie steigen mit warmen Aufwinden in die Höhe, um dann streckenweise im Gleitflug zwischen ihren bis zu 10 000 Kilometer auseinanderliegenden Brut- und Winterquartieren zu pendeln. Das kostet sie weniger Energie als der kräftezehrende Flügelschlag, erklärt Peter Marke vom Westküstenpark St. Peter-Ording (Kreis Nordfriesland).

Die kleinen Satellitensender sind wie ein Rucksack auf den Rücken der Vögel befestigt. Die 30 Gramm schweren Solarsender störten weder beim Fliegen noch beim Brüten, erklärte Thomsen. Naturfreunde konnten mit der High-Tech-Hilfe die Reisen der drei Schleswig-Holsteinischen Störche live per Internet (www.NABU.de) verfolgen. Sie waren auch dabei, als Störchin „Gertrud“ aus Eddelak (Kreis Dithmarschen) im Januar in Tansania starb – „vermutlich an einer Krankheit“, sagte Thomsen: „Wir müssen uns vor Augen halten, dass es sich beim Storchenzug um eine große Anstrengung handelt, bei der in jedem Jahr viele Störche umkommen – auch ohne Zutun des Menschen.“

Das knappe Nahrungsangebot treibt die Tiere in den Süden

Es sei nicht die Kälte, sondern die Nahrungsknappheit im Winter, die die Tiere zum langen Zug in den Süden zwinge, ergänzte Storchenpfleger André Rose vom Wildpark Eekholt (Kreis Segeberg). Dabei verzichteten in den letzten Jahren immer mehr Vögel auf einen Besuch in Afrika und überwinterten stattdessen in Spanien.

Auch „Gertruds“ ehemaliger Partner „Helmut“ hatte den Winter in Spanien verbracht. Er sei bereits auf dem Rückflug und zurzeit im Raum Paris unterwegs, sagte Thomsen. „Helmut“ muss sich in diesem Frühjahr nach einem neuen Weibchen umschauen. „Das ist für ihn kein Problem, da Störche nicht ihrem Partner treu sind.“

Der dritte Storch namens „Hobor“ ist ebenfalls auf dem Rückflug. Er hatte den Winter in Afrika in der Sahelzone südlich der Sahara verbracht. „Hobor“ machte sich vor einigen Tagen vom Sudan aus auf die mehr als 5000 Kilometer lange Rückreise zu seinem Nest in Linden-Pahlkrug (Kreis Dithmarschen).

Wissenschaftler wollen mit Hilfe der Sender den Einfluss von klimatischen Bedingungen auf das Zugverhalten des Weißstorchs untersuchen. Die internationale Zugvogelkampagne „Born to Travel – Zum Fliegen geboren“ ist auf vier Jahre angelegt.



 
  Leserkommentare
Schreiben Sie einen Kommentar




Empfehlen auf:  Facebook  Twitter

25977095-1
Endpreis: 4.890 €
Erstzulassung: 01.02.2003
Kilometerstand: 140000 km
Motorenleistung: 67 kW
26111669-1
Endpreis: 9.990 €
Erstzulassung: 01.05.2011
Kilometerstand: 22750 km
Motorenleistung: 51 kW
26042496-1
Endpreis: 9.800 €
Erstzulassung: 01.05.2011
Kilometerstand: 14250 km
Motorenleistung: 63 kW






 Zeitungstitel wählen  Schließen

Wählen Sie Ihren Zeitungstitel: