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ALBA mit Machtdemonstration - Dragons schwächeln

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ALBA mit Machtdemonstration - Dragons schwächeln

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Mit einer eindrucksvollen Demonstration seiner Stärke und dank eines «tödlichen» Julius Jenkins hat der achtmalige deutsche Meister ALBA Berlin die Tabellenführung in der Basketball-Bundesliga zurückerobert. Die Berliner gewannen am Samstagabend gegen die Walter Tigers Tübingen mit 99:83 und beendeten damit zugleich den Höhenflug der Tübinger, die zuvor sechsmal in Serie gewonnen hatten. «Das war ein außergewöhnlicher Abend. Das erlebt man nur ganz selten», sagte ALBA-Coach Luka Pavicevic. Neben den Berlinern blieben auch die Verfolger Bonn (67:64 in Hagen), Frankfurt (84:77 gegen Ulm) und Göttingen (77:64 gegen Trier) auf Erfolgskurs.
Drei Tage vor dem richtungsweisenden Eurocup-Spiel gegen Aris Saloniki boten die Berliner eine «Dreier-Show» und trafen gleich 18 Distanzwürfe. Damit egalisierten sie den Saison-Rekord der Brose Baskets Bamberg. Der überragende Jenkins traf gleich achtmal aus der Entfernung und war mit 30 Punkten der Mann des Abends. «Er ist ein tödlicher Schütze. Wenn er einigermaßen Raum hat, dann nutzt er das auch entsprechend», lobte ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi. Tübingens Trainer Igor Perovic erkannte die Dominanz des Titelfavoriten neidlos an. «Heute war sicher das schwerste Spiel beim vielleicht besten Team dieser Liga», sagte Perovic, in dessen Mannschaft mit Michael Jenkins (28) ein Namensvetter des Berliner Forwards bester Werfer war.

Mit 38 Punkten thronen die Berliner nach dem 17. Sieg im 21. Spiel auf Platz eins, spüren aber den Atem der Verfolger im Nacken. Vizemeister Telekom Baskets Bonn (37) gab sich bei Phoenix Hagen keine Blöße, musste sich nach einem 30:37 zur Pause aber gewaltig steigern, um eine Blamage zu verhindern. «Wir haben zu Beginn des Spiels die nötige Körperspannung vermissen lassen», kritisierte Bonns Trainer Michael Koch. Bester Werfer bei den Rheinländern war Center Chris Ensminger mit 20 Punkten und zwölf Rebounds.

Weiter in der Spitzengruppe bleiben auch die Deutsche Bank Skyliners Frankfurt (36), die durch ein 84:77 gegen ratiopharm Ulm auf Platz fünf kletterten und die Eisbären Bremerhaven überholten. Die Eisbären hatten bereits am Freitagabend mit 81:84 gegen die LTi Gießen 46ers gepatzt. Seth Doliboa führte die Frankfurter mit 18 Punkten und 15 Rebounds zum Sieg, bei den Gästen überzeugte Nationalspieler Robin Benzing mit 20 Zählern. Für Skyliners-Coach Murat Didin war die Partie Werbung für die Bundesliga. «Wir bieten hier tolles Entertainment.»

Hinter den spielfreien Meister EWE Baskets Oldenburg (36) schob sich die BG Göttingen auf Rang vier. Die Niedersachsen gewannen das einzige Sonntagsspiel gegen die TBB Trier und haben jetzt ebenfalls 36 Punkte auf ihrem Konto. Dwayne Anderson war mit 17 Punkten bester Werfer bei den Göttingern.

Auf dem absteigenden Ast befinden sich hingegen die Artland Dragons. Das Team aus Quakenbrück unterlag im Niedersachsen-Derby den New Yorker Phantoms Braunschweig mit 60:66 und verlor im Kampf um die Playoff-Plätze wertvollen Boden. Dabei hatten die Gastgeber nach dem dritten Viertel noch mit zwölf Punkten geführt. «Schon wieder ein Spiel, das wir hätten nach Hause bringen müssen», schimpfte Artland- Coach Thorsten Leibenath, der angesichts von neun vergebenen Freiwürfen frustriert meinte: «Wir hatten die Hosen voll.»

Die EnBW Ludwigsburg beendete ihre sportliche Talfahrt mit einem hart erkämpften 84:79 nach Verlängerung gegen «Schlusslicht» Paderborn Baskets. Dabei machten die Gastgeber einen 18-Punkte- Rückstand wett. Die Brose Baskets Bamberg setzten sich gegen den Mitteldeutschen BC mit 74:55 durch und bleiben auf Playoff-Kurs.




 
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