·
ePaper·
Shop·
Tippspiel
Herthas Hoffnungszeichen: 3:0-Sieg in Hannover
Hertha BSC hat das ersehnte Hoffnungszeichen beim Rückrundenstart gesetzt. Die Berliner gewannen ihr erstes Spiel nach der Winterpause bei Hannover 96 mit 3:0 (2:0), bleiben allerdings weiter Tabellenletzter der Fußball-Bundesliga.
Die Hertha nutzte die eklatante Schwäche der Gastgeber aus. Sie agierte forsch und selbstbewusst, holte verdientermaßen den erhofften Sieg. Schon in der ersten Viertelstunde hatten die Berliner, die ihren bisher einzigen Sieg am 8. August 2009 auch gegen Hannover (1:0) geholt hatten, mehr Ballbesitz. Der Schwung nahm danach etwas ab und Hannover hatte die bis dahin beste Chance, als Steve von Bergen in höchster Not gegen den einschussbereiten Didier Ya Konan (22.) retten musste. Doch insgesamt war der Tabellenletzte das stärkere von zwei schwachen Teams.
Als die Gastgeber das Spiel offensiver zu gestalten versuchten, nutzten die Herthaner zwei Fehler in der 96-Defensive zu einem Doppelschlag. Zunächst schoss der völlig ungedeckte Piszczek nach einer Ecke aus dem Hinterhalt ins Tor. Anschließend traf Raffael, nachdem Hannovers Torhüter Florian Fromlowitz die Berliner mit einem Fehlpass in Ballbesitz gebracht und Ramos Vasquez die Vorlage gegeben hatte. Nach dem Wechsel zogen sich die Berliner etwas zurück, gerieten aber nicht in Verlegenheit und schafften durch Gekas das dritte Tor. Den vierten Treffer vergab Cicero kurz danach bei einem Foulelfmeter (84.), als er an Fromlowitz scheiterte.
Wintereinkauf Gekas stand ebenso im Blickpunkt wie Lewan Kobiaschwili, während der neu verpflichtete Roman Hubnik wegen einer Oberschenkelverhärtung ebenso fehlte wie Gojko Kacar, Maximilian Nicu und Pal Dardai. Gekas spielte im Hertha-Sturm engagiert und sorgte für Unruhe, konnte sich selten in Szene setzen, schlug aber bei seiner einzigen Chance eiskalt zu. Kobiaschwili hatte als Rechtsverteidiger relativ wenig zu tun, steigerte sich während des Spiels.
Die seit dem Tod von Robert Enke sieglosen Hannoveraner spielten mutlos. Schon früh überließen sie den Gästen den Platz. Das Aufbauspiel war schwach. Arnold Bruggink, der als Regisseur eingeplante Niederländer, konnte sich nicht durchsetzen und keine Akzente setzen.
Die neu formierte Abwehr der Gastgeber hatte daher mehr zu tun als geplant. Neuzugang Jan Durica für den ins Mittelfeld aufgerückten Christian Schulz und Mario Eggimann, der für den beim Afrika-Cup spielenden Tunesier Karim Haggui auflief, mussten in der Abwehrzentrale immer wieder Fehler ihrer Vorderleute auszubügeln. Während Eggimann meist unsicher agierte, deutete der von Lok Moskau geholte Durica an, dass er eine Verstärkung sein könnte, verursachte aber den Elfmeter.
Leserkommentare
Schreiben Sie einen Kommentar






