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„Aus“ für Kohlekraftwerk in Dörpen

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„Aus“ für Kohlekraftwerk in Dörpen

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Die Planungen für den Bau eines Steinkohlekraftwerkes in Dörpen werden eingestellt. Die Investoren begründeten ihre Entscheidung mit der Ankündigung des Dörpener Unternehmens UPM Nordland Papier, die Planungen für den Bau eines eigenen Gaskraftwerkes weiterentwickeln zu wollen.

Wie die Investoren, die Energiekonzerne EnBW (Karlsruhe) und BKW (Bern), gestern Abend weiter mitteilten, lässt sich ein geplantes Kraftwerk ohne eine so genannte Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) nicht wirtschaftlich betreiben. Landrat Hermann Bröring, der Dörpener Gemeindedirektor Hans Hansen sowie Bürgermeister Hartmut Schneider bedauern das „Aus“ für das umstrittene Milliardenprojekt.

In einer gemeinsamen schriftlichen Erklärung teilten sie mit, dass sich der Landkreis Emsland und die Gemeinde Dörpen mit den Investoren aber darin einig seien, dass eine nennenswerte KWK nur mit einer Wärmeabnahme durch UPM Nordland Papier zu realisieren gewesen wäre.

Der finnische Mutterkonzern UPM hatte nach dem Verzicht auf eine Investorenbeteiligung Anfang des Jahres auch von einer Kraft-Wärme-Kopplung aus wirtschaftlichen Gründen Abstand genommen.

Wie aus den Mitteilungen der Investoren sowie von Bröring, Hansen und Schneider weiter hervorgeht, hat UPM ein daraufhin von den Investoren entwickeltes, speziell auf die Anforderungen der Papierfabrik ausgerichtetes Konzept, das für einen langfristigen Wärmeabnahmevertrag ausgelegt war, ebenfalls abgelehnt.

Stattdessen hatte UPM Nordland im November das Genehmigungsverfahren für den Bau eines eigenen Gaskraftwerkes in Gang gesetzt.

Aus der Sicht von EnBW ist die gleichzeitige Strom- und Wärmeerzeugung durch KWK „aus ökologischen und ökonomischen Gründen“ eine wesentliche Bedingung für den möglichen Bau eines Kohlekraftwerks in Dörpen. Nach der Entscheidung von UPM habe die weitere Projektentwicklung keine Basis mehr.

Das gelte auch für ein mögliches Gaskraftwerk, wie eine EnBW-Sprecherin auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte. „Diese Frage stellt sich nicht“, sagte sie. „Das Kriterium sei die Kraft-Wärme-Kopplung. Und daran ist das Projekt gescheitert.“


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