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Wollitz geschockt: "Bin am Boden zerstört"

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Wollitz geschockt: "Bin am Boden zerstört"

Der ehemalige Osnabrücker Trainer Claus-Dieter Wollitz hat geschockt auf die angeblichen Manipulationen bei seinem Ex-Verein reagiert. „Ich bin nicht nur erschüttert, sondern am Boden zerstört. Mit tut das richtig weh“, sagte Wollitz am Freitagabend im Pay-TV-Sender „Sky“.

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„Ich bin total fertig, dass der Verein genannt wird, bei dem ich fünf Jahre tätig war. Es wird zwar nicht bestätigt, aber der Verein ist genannt.“ Die Niedersachsen waren im Sommer unter Wollitz aus der 2. Fußball-Bundesliga abgestiegen. Der Coach wechselte danach zu Erstliga-Absteiger Energie Cottbus, mit dem er am Freitag bei Fortuna Düsseldorf antrat.

Er habe bereits am Donnerstag von den Anschuldigungen erfahren, erklärte der 44-Jährige vor der Partie in Düsseldorf. „Ich habe versucht, das auszublenden, ich konnte das nicht. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen, weil man jede einzelne Szene durchgeht.“ Nach dem 0:3 der Osnabrücker am 17. April beim FC Augsburg habe er sich für die Leistung seiner damaligen Mannschaft entschuldigt. Auch das 0:2 in Nürnberg am 13. Mai war in unserem Bericht als verdächtige Partie genannt worden.

Wollitz sagte, er habe den Manipulationsskandal um Robert Hoyzer für einen einmaligen Fall gehalten und betonte, er sei immer ehrlich und offen. Nun gingen Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit verloren. Seine Familie lebe nach wie vor in Osnabrück und werde beschimpft. Nach dem Abstieg sei sie sogar bedroht worden. Er hoffe darauf, dass sich die Leute nun dafür entschuldigten. Die Verdächtigungen hätten einen bitteren Beigeschmack für alle Beteiligten. „Ich hoffe, dass da nichts dran ist“, sagte Wollitz und meinte über die Anschuldigungen: „Das ist für mich das Allerschlimmste.“

Zuvor hatte bereits Ex-VfL-Profi seine Fassungslosigkeit zum Ausdruck gebracht. „Das trifft mich wie ein Schlag. Ich bin schockiert, dass in der eigenen Mannschaft so etwas vorgefallen sein soll. Gegen Nürnberg ist mir nichts aufgefallen. Gegen Augsburg gab es ein, zwei krasse Fehler von uns. Aber ob die wirklich mutwillig waren, so weit möchte ich nicht vorgreifen. Meiner Meinung nach wäre es Schwachsinn, für ein paar Tausend Euro seine ganze Karriere aufs Spiel zu setzen“, sagte der 31-Jährige, der heute für RB Leipzig aktiv ist.

Nach Informationen unserer Zeitung verdächtigt die Staatsanwaltschaft Bochum als Drahtzieher einen 34-Jährigen, der mit Hilfe von VfL-Profis zwei Spiele aus der vergangenen Saison manipuliert haben soll. Bei den Partien handelt es sich unseren Informationen zufolge um die Auswärtsspiele der Osnabrücker beim FC Augsburg (0:3) am 17. April 2009 und beim 1. FC Nürnberg (0:2) am 13. Mai 2009.

Beim VfL Osnabrück herrschte Fassungslosigkeit. „Wenn das stimmt, wäre das eine Katastrophe – das könnte dann ein Grund für den Abstieg gewesen sein“, sagte Präsident Dirk Rasch. Sportdirektor Martin Bader vom 1. FC Nürnberg erkannte keine Auffälligkeiten in der besagten Partie gegen die Osnabrücker. „Es war für uns ein ganz normales Spiel, das wir am Ende mit 2:0 gewonnen haben“, sagte er.

Auch der FC Augsburg zeigte sich „tief betroffen“ über die geschilderten Fakten. „Doch es verbietet sich zum jetzigen Zeitpunkt, sich an Spekulationen zu beteiligen, da dem Verein bisher keine verwertbaren Erkenntnisse bekannt sind“, teilten die Schwaben in einer ersten Stellungnahme mit. Der Club werde „selbstverständlich alles in seiner Macht stehende für eine lückenlose Aufklärung tun“.


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