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Schweinegrippe trifft vermehrt auch Lehrer

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Schweinegrippe trifft vermehrt auch Lehrer

Niedersachsens Schulen sind zunehmend von der Schweinegrippe betroffen. Wegen erkrankter Lehrer gebe es vermehrt Probleme, den Lehrplan aufrechtzuerhalten, sagte gestern die Vorsitzende des Schulleiterverbandes Niedersachsen (SLVN), Helga Akkermann.

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In einer wegen Schweinegrippe geschlossenen Schule in Hinte (Kreis Aurich) soll heute der Unterricht wiederaufgenommen werden. Die Haupt- und Realschule war am vergangenen Freitag wegen einiger Krankheitsfälle geschlossen worden. Die acht Kranken seien inzwischen gesund, sagte der Sprecher des Landkreises, Manfred Galka.

Nach Angaben des Landesgesundheitsamts wurden außerdem Klassen in Peine, Braunschweig und Hannover sowie eine Schule in Rotenburg/Wümme geschlossen. Wie viele Schulen landesweit betroffen sind, sei jedoch nicht bekannt.

Die Rotenburger Lindenschule wird voraussichtlich noch bis Ende der Woche geschlossen bleiben. In der Einrichtung für behinderte Kinder und Jugendliche sind nach Angaben des diakonischen Trägers rund 30 von 190 Schülern erkrankt. Die Schule sei als Vorsichtsmaßnahme geschlossen worden. „Es sind mehrfachbehinderte Kinder dabei, die nehmen jeden Infekt mit.“ Auch fünf Lehrer sind erkrankt.

Bereits am Montag hatte das Landesgesundheitsamt erklärt, dass die Schließung ganzer Schulen übertrieben sei. Aus „infektiologischer Sicht“ gebe es keinen Grund, komplette Klassen nach Hause zu schicken. Akkermann fasste dies nicht als Kritik an den Schulen oder deren Leitern auf, die so entschieden hätten. Auch nach Meinung der SLVN sei es nur in Einzelfällen und dann ausschließlich aus organisatorischen Gründen notwendig, ganze Schulen zu schließen.

Akkermann zufolge häufen sich unterdessen die Anfragen besorgter Eltern. Deren Beantwortung nehme mittlerweile mehrere Stunden am Tag in Anspruch.

Das Kultusministerium kündigte an, dass kurzfristig alle Schulen mit weiteren Informationen über die Schweinegrippe und Verhaltensmaßnahmen bedacht werden sollen. Dazu gehöre auch die Maßgabe, über Schul- oder Klassenschließungen in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern vor Ort zu befinden.

Laut Sozialministerium sind jetzt weitere 152000 Impfstoff-Dosen eingetroffen, sodass zunächst 388000 Personen in Niedersachsen geimpft werden könnten. Nach dem schleppenden Auftakt der Lieferung hoffe man, dass nun wöchentlich – wie vereinbart – weitere 200000 Dosen eintreffen.

Nach der bevorzugten Behandlung von Risikogruppen wolle sich auch Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) impfen lassen, hieß es.


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