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Jungstörche der Region mit Ring am Fuß
Storchennest 2009

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Jungstörche der Region mit Ring am Fuß

Die ehrenamtliche Arbeit ist getan. Alle Jungstörche des Geburtsjahrgangs 2009 im Osnabrücker Land und im Bereich Dümmer sind beringt und damit eindeutig identifizierbar. Das gilt auch für die beiden zuletzt geschlüpften Tiere mit den Nummern „5X493“ und „5X494" des Storchenhorstes in Wehrendorf, einem Ortsteil der Gemeinde Bad Essen. Dank der Webkamera des Medienhauses Neue OZ kann das muntere Treiben im und am Nest dort live verfolgt werden.

 
Dank einer Leiter gelangte Volker Blüml an das Storchennest in Wehrendorf, wo er zwei Jungstörche und ein unbefruchtetes Ei vorfand.  Vergrößern

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„Die beiden Küken haben sich wirklich prächtig entwickelt", findet Volker Blüml, der als ehrenamtlicher Weißstorch-Betreuer des Landes Niedersachsen die hiesige Region im Auge hat und jetzt in Wehrendorf Schwindelfreiheit beweisen musste.

Das eigens angerückte RWE-Team Werner Hehemann und Christian Schulte konnte aufgrund eines Maisfeldes den vorgesehenen Hubsteiger nicht einsetzen. Stattdessen hielten sie die Leiter, damit Blüml zur Beringungsaktion hoch ans Storchennest kam. Neben zwei Jungstörchen lag ein unbefruchtetes Ei im Nest.

Dank eines aufmerksamen Storchenfans, der den gesamten Brutfortgang mit Hilfe der Webkamera überwachte, lässt sich das Geburtsdatum der beiden Jungstörche recht genau um den 18. Mai festlegen. Einer der Altstörche - das Männchen - bewohnte im übrigen schon im vergangenen Jahr den Horst in Wehrendorf. Der Ring „6085 Vogeltrekstation Arnhem Holland“ verrät den Geburtsort des Vogels.

Dass die Wehrendorfer Jungstörche vergleichsweise spät schlüpften, könnte sich im Nachhinein als Glücksfall erweisen. „Im Bereich Minden-Lübbecke gibt es zwar 2009 eine Rekordzahl an Horstpaaren, aber leider sind nach meinen Informationen etwa die Hälfte der Jungvögel vermutlich wegen der Schlechtwetterperiode eingegangen", so Blüml. Und klar ist auch: Zwei Störche brauchen weniger Futter als drei...

Doch auch im Landkreis Osnabrück, in Hunteburg-Schwege, spielte sich erneut ein Drama ab. Nachdem dort im vergangenen Jahr vier Eier im Nest hoffen ließen, überlebte später keines der Tiere die ersten Wochen.

In diesem Jahr schlüpften dort drei Küken. Fatal: Wieder überlebte keines. Untersuchungen zeigten bei zwei Tieren verklebte Mägen. Gummiteile waren die Ursache. „Vermutlich hat zumindest ein Altvogel falsch gefüttert", so Blüml. „Da ist man machtlos."

Betrache man die augenblickliche Situation, „sieht das für 2009 in unserer Region recht gut aus". Denn derzeit gibt es 15 Jungstörche. In in den allermeisten Fällen kämen die Bruten ganz ohne menschliches Zufüttern aus.

Doch Erfolg und Misserfolg liegen stets nahe beiein-ander, wie ein Blick in die Nachbarschaft zeigt: Im Emsland - zwischen Haren und Lathen - ließ sich Karfreitag erstmals seit 1983 wieder ein Storchenpaar auf einen eigens gebauten Kunsthorst nieder. Die Freude vor Ort war riesig. Ein Küken schlüpfte - und plötzlich waren Altvögel und Küken weg.

Die Ursachenforschung verlief im Sande. Mit nur zwei Jahren waren die Altvögel recht jung und unerfahren. In der Nacht des Verschwindens herrschte Bodenfrost ...

„Um so mehr freue ich mich, dass es bei uns im Landkreis und am Dümmer derzeit so gut läuft." Eigentlich müssten jetzt alle Jungstörche groß werden.

Aber dann schweigt Volker Blüml dann doch schnell. Denn wer weiß, was die Natur noch so alles geschehen lässt.



 
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