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TippspielGewächshäuser glichen einem Scherbenhaufen
Schreck in der Morgenstunde: Ein heftiges Unwetter hat am Samstagvormittag insbesondere den südlichen Teil des Grönegaus heimgesucht. Die Folge: Hagelschlag richtete erhebliche Sachschäden an. Fensterscheiben gingen zu Bruch. Autos wurden demoliert und Felder verwüstet.
„Unter lautem Getöse prasselte das eisige Material auf die Gebäude nieder“, berichtete eine Bürgerin. „Und dann ging alles Schlag auf Schlag. Innerhalb kürzester Zeit ging ein Großteil des Glases zu Bruch. Es sah aus wie auf einem Schlachtfeld.“
Die Gärtnerfamilie stand buchstäblich vor einem Scherbenhaufen. Die Fußböden und großflächige Präsentationstische waren übersät mit Tausenden von Glasfragmenten. Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, lässt sich bislang noch nicht sagen. Er dürfte jedoch beträchtlich sein.
„Wir haben ganz großes Glück gehabt“, bilanzierte ein Sprecher des Schützenvereins Wellingholzhausen. Wenige Stunden nach dem Auftakt des Schützenfestes sei das Unwetter auch über den Schützenplatz hinweggezogen, ohne jedoch Schäden anzurichten. Der Vorstandssprecher: „Die elastische Zeltplanen haben den Druck des Hagels abgefedert, so dass nichts Schlimmes passiert ist.“
„Der massive Niederschlag verwandelte die Straßen im Raum Wellingholzhausen/Neuenkirchen kurzfristig in glatte Pisten“, erklärte ein Sprecher des Polizeikommissariates Melle im Gespräch mit unserer Zeitung. Gottlob sei es zu keinen Verkehrsunfällen gekommen. Die motorisierten Verkehrsteilnehmer hätten sich rasch auf die widrigen Witterungsverhältnisse eingestellt und seien äußerst umsichtig gefahren.
Und dennoch: Für manche Autobesitzer gab es am Samstagmorgen ein böses Erwachen. Der Grund: Durch Hagelschlag wurden etliche im Freien abgestellte Personenkraftwagen beschädigt.
„Zumeist blieb es bei kleinen Dellen“, so der Polizeisprecher. „Trotzdem ist das Ganze eine ganz ärgerliche Geschichte - auch wenn die Reparaturkosten in der Regel über eine Teil- oder Vollkaskoversicherung abgedeckt sind.“ Nach dem Unwetter hätten mehrere geschädigte Personen das Polizeikommissariat aufgesucht, um sich die Hagelschäden zur Vorlage bei den betreffenden Versicherungsgesellschaften bescheinigen zu lassen.
Funkmeldeempfängeralarm löste die Rettungsleitstelle Osnabrück kurz nach dem Unwetter für die Männer der Ortsfeuerwehr Neuenkirchen aus, nachdem der Sturm einen mächtigen Ast auf die Gerdener Straße gewirbelt und an der Rahdenstraße einen Baum entwurzelt hatte. „Den Kameraden gelang es rasch, die Hindernisse unter Einsatz von Kettensägen zu zerkleinern und anschließend aus dem Weg zu räumen“, stellte ein Sprecher des Feuerwehrverbandes Melle fest. „Die Aktion war rasch beendet.“
Welche Schäden der Hagelschlag in der heimischen Landwirtschaft anrichtete, ist derzeit noch nicht abzusehen. Fest steht, dass vom Unwetter etliche Getreide-, Raps- und Gemüsefelder in Mitleidenschaft gezogen wurden.




