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Auch Bösinger warten auf unsere Störche
Storchennest 2009

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Auch Bösinger warten auf unsere Störche

Überraschung am Storchenhorst in Wehrendorf: Beobachtet von der Webkamera des Medienhauses Neue OZ landete dort früher als erwartet ein Weißstorch - und flog nach wenigen Stunden weiter. War es einer der beiden Nestbewohner aus dem Vorjahr? Kommt der Vogel wieder? Sucht er anderswo eine Bleibe oder einen Partner?

 
Dieser Schnappschuss vom Bildschirm eines Computers zeigt, dass in dieser Woche ein Storch auf dem Nest in Wehrendorf zwischengelandet ist. Screenshot: privat  Vergrößern

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Die zweite Überraschung des Tages war eine E-Mail: „Jippieh! Der erste Storch ist da“, schrieb euphorisch Kornelia Holzer aus Bösingen (Landkreis Rottweil) am 18. März. Im Anhang ein Schnappschuss des Vogels in Wehrendorf, der um 18.36 Uhr aufgenommen worden war. Tage vor der offiziellen Freischaltung der Web-Kamera am heutigen Samstag eine Storchenmail - wie geht das?

Die einfache Erklärung: Seit 2006 ist Kornelia Holzer ein echter Storchenfan. Neben ihren zwei Hunden, sieben Katzen und neun Sittichen interessiert sie alles zum Thema. Die ehemalige Justizangestellte ist deshalb auch Dauergast auf der Homepage www.storchencam.eu. Hier sind länderübergreifend alle bekannten Storchenkameras aufgeführt - auch die aus dem Osnabrücker Land. Und so gelang der erste Schnappschuss aus Wehrendorf. Klar ist: Derzeit sind überall die Störche wieder im Anflug - oder schon längst gelandet. Auch im Osnabrücker Land und im Bereich Dümmer ist das typische Klappern einer der größten bei uns lebenden Vögel wieder zu hören. „Mindestens drei von acht Horsten sind bereits besetzt“, berichtet Volker Blüml, ehrenamtlicher Weißstorch-Betreuer des Landes Niedersachsen für die hiesige Region. Mit als erste in ganz Niedersachsen bezogen Mitte Februar Störche in Hüde am Dümmer (Kreis Diepholz) ihr Quartier. „Die sind immer sehr früh", weiß Blüml, der aber schon ein wenig überrascht war, dass auch in Alfhausen bereits ein Paar sitzt. Das dritte hält einen Horst in Harpenfeld besetzt.

Leer dagegen ist nach der kurzen Stippvisite eines Storches Mitte der Woche wieder der Horst in Wehrendorf, einem Ortsteil von Bad Essen. Im vergangenen Jahr musste Familie Meyer, in deren Garten sich der Horst befindet, etwas länger auf die Stammgäste im eigenen Garten warten. Erst am 1. April hatten sich dort zwei Vögel gefunden. Drei Jungstörche wurden in den folgenden Monaten problemlos großgezogen. Im gesamten Landkreis Osnabrück und am Dümmer waren es in freier Wildbahn 15, die höchste Zahl seit Jahren. Wie sich das Storchenjahr 2009 entwickelt, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht einmal ansatzweise erahnen. „Das A und O bleibt das Wetter und das Nahrungsangebot“, so Blüml. Gibt es genug Feldmäuse, eine wichtige Nahrungsgrundlage für Störche. Erwischt eine Regenperiode und Kälte möglicherweise frisch geschlüpfte Storchenküken und führt zum Tode?

Angesichts des großen Interesses aus dem Vorjahr startet das Medienhaus Neue OZ auch in diesem Jahr wieder einen Storchenwettbewerb: Der Internetnutzer, der zuerst ein Storchenpaar in Wehrendorf mittels der dort installierten Webkamera bemerkt und davon ein Screenshot als Beweisfoto per Mail an storchennest@neue-oz.de schickt, erhält Eintrittskarten für den Osnabrücker Zoo und eine Sonderführung durch den neuen unterirdischen Zoo mit einem exklusiven Blick hinter die Kulissen. Mit im Angebot ist auch der Blick auf die Störche im Zoo. „Im Augenblick haben wir hier nur einen Freiflieger und warten auf den zweiten Storch“, erklärte Ute Magiera vom Zoo Osnabrück, wo es 2008 eine Storchenaufzucht gab.



 
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